Realer Robo-Prototyp

VW Gen.Travel: Wirklich die Zukunft des Autos?

Motor
23.09.2022 06:00

„Das Automobil wird nicht nur besser, sondern auch aufregender als jemals zuvor“, heißt eine Zukunftsaussicht bei Volkswagen. Das soll nun eine Studie verkörpern, die elektrisch und vollautonom (Level 5) fährt. Den Gen.Travel bezeichnen die Wolfsburger als „ikonische, innovationsgespickte Studie, die eine völlig neue Fahrzeugkategorie im Premium-Portfolio zwischen Limousine und MPV (Multi Purpose Vehicle)“ darstellt.

(Bild: kmm)

Was daran aufregend ist, wird allerdings nicht klar, denn es geht hier vielmehr um völlig entspanntes statt aufregendes Reisen. Der Gen.Travel soll „aus dem Fahrer einen entspannten Reisegast machen, der Zeit für andere Dinge hat: Arbeit. Entspannung. Entertainment“, sagt Konzern-Designchef Klaus Zyciora weiter. Die Mobilität der Zukunft inszeniert er als „form follows freedom“ statt „form follows function“.

Der modular aufgebaute Innenraum kann für jede Reise individuell angepasst und als „Mobility-as-a-Service-Angebot“ gebucht werden. Je nach Konfiguration können bis zu vier Personen transportiert werden, in einem Konferenz-Setup mit vier bequemen Sesseln und einem großen Tisch in der Mitte. Dynamische Lichtquellen sollen eine angenehme Arbeitsumgebung schaffen und dabei helfen, Reisekrankheit zu vermeiden. Zwei Sitze können in vollständig ausklappbare Betten umgewandelt werden.

Ein spezielles Insassenrückhaltesystem soll sicheres Reisen auch im Liegen ermöglichen. Das Lichtsystem beeinflusst die Melatoninausschüttung und hilft den Passagieren so, natürlich einzuschlafen und aufzuwachen. Für Reisen mit der Familie kann der Gen.Travel mit Frontsitzen für das Unterhaltungsprogramm der Kinder via Augmented Reality (AR) konfiguriert werden. Der Innenraum ist hell und natürlich gestaltet. Alle HMI-Elemente (Human-Machine Interface) werden aus nachhaltigen Materialien hergestellt, kombiniert mit recycelten oder natürlichen Rohstoffen.

Zweiteiliger Aufbau
Die futuristische Außenform des GEN.TRAVEL gliedert sich in zwei Teile: Die transparente, gläserne Kabine ist in den unteren Teil eingebettet, der alle technischen Features beherbergt. Die Fensterkante liegt auf Gürtellinie und damit sehr niedrig, um die Sicht nach draußen zu maximieren. Gleichzeitig spüren die Passagiere keine äußeren Einflüsse, wenn sie flach im Wagen liegen. Die Flügeltüren erlauben einen besseren Ein- und Ausstieg.

Für maximalen Komfort verfügt der Gen.Travel über das aktive Fahrwerkssystem eABC (Electric Active Body Control), das vorausschauend vertikale und laterale Bewegungen wie Beschleunigung, Bremsen oder Kurvenneigung berechnet und die Fahrweise und Bewegungsbahn optimiert. Dabei werden künstliche Intelligenz (KI) und Platooning - das automatisierte Fahren in Kolonne - eingesetzt, um die Reichweite für Langstreckenreisen weiter zu erhöhen.

Der reale Prototyp soll einen realistischen Ausblick auf die Mobilität im nächsten Jahrzehnt geben. Als Forschungsfahrzeug dient er dazu, das Konzept und neue Funktionalitäten auf seine Resonanz bei Kunden zu testen. VW kündigt an, auf Basis der Ergebnisse solcher Studien einzelne Features später in Serienfahrzeuge zu übertragen.

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(Bild: kmm)



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