„Gigantische Summe“
Ukraine: 350 Milliarden Euro für Wiederaufbau
Die Ukraine braucht für den Wiederaufbau des Landes laut deutschem Wirtschaftsminister Robert Habeck vermutlich rund 350 Milliarden Euro. „Es ist eine gigantische Summe“, sagte Habeck am Donnerstag auf Schloss Neuhardenberg in Brandenburg. Nötig sei dafür ein Fonds, der den Wirkungsgrad privater Investitionen verstärke. Die Summe habe ihm die ukrainische Wirtschaftsministerin Julia Swyrydenko genannt, erklärte Habeck.
Swyrydenko ist Gast beim Treffen der Handelsminister aus den sieben führenden Industrienationen, zu denen die Ukraine nicht gehört. Die Ministerin sagte, ihr Land habe in den vergangenen sechs Monaten internationale Hilfen in Höhe von 19 Milliarden Dollar erhalten, um liquide zu bleiben. Deutsche Firmen könnten bereits jetzt in der Ukraine investieren, so Habeck. Sollten die Investitionen fehlschlagen oder Anlagen im Krieg zerstört werden, gäbe es dafür Absicherungen über Rückfallgarantien.
„Bild der Verwüstung“
Die Ukraine treibt ihre Gegenoffensive im Osten und Süden des Landes weiter voran. Bisher sind Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge rund 8.000 Quadratkilometer an Gelände befreit worden. Laut dem britischen Verteidigungsministerium festigt die Ukraine ihre Kontrolle in den zurückeroberten Gebieten in der Region Charkiw. Die russischen Truppen hätten sich westlich des Flusses Oskil größtenteils zurückgezogen, teilte das Ministerium mit.
Nach dem Rückzug russischer Truppen machte sich Selenskyj am Mittwoch bei einem überraschenden Besuch des strategisch wichtigen Ortes Isjum im Osten des Landes ein Bild von der Lage. Es sei ein Bild der Verwüstung, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache. „Sie haben nur zerstört, nur beschlagnahmt, nur vertrieben.“ In manchen Ortschaften stünde nicht mehr ein Haus. Die Angaben zum Kriegsverlauf können zum Teil unabhängig nicht überprüft werden. Russland bestreitet, Zivilisten ins Visier zu nehmen.
















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