Wer derzeit ein Auto braucht, hat es schwer: Bei Neuwagen gibt es lange Lieferzeiten, der Gebrauchtmarkt ist leergefegt, die Autos teuer. Gut für Verkäufer: Wer seinen Gebrauchten verkaufen will, kann aktuell noch immer höhere Gewinne erzielen als je zuvor.
Durchschnittlich 27.472 Euro müssen Autokäufer für den Gebrauchtwagen in Österreich ausgeben, wie aus dem aktuellen AutoScout24 Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) hervorgeht. „Noch immer ist kein Ende des Preiszuwachses in Sicht. Vor der Pandemie im August 2019 kostete der Wagen aus zweiter Hand noch 19.859 Euro, also um 7.600 Euro weniger. Aber auch vor einem Jahr, im Sommer 2021, lagen die Durchschnittskosten noch um 3.700 Euro unter dem aktuellen Preisniveau“, erläutert Alexander Vysek, Head of Sales der Online-Autobörse in Österreich.
Im Jahresvergleich Preisanstiege bis zu 17 Prozent
Die Preise für Gebrauchtwagen steigen innerhalb der Fahrzeugsegmente in der Oberen Mittelklasse mit 17,4 Prozent am stärksten, der Durchschnittspreis beträgt hier derzeit 31.737 Euro. Besonders beliebt sind Kleinwagen, allerdings begleitet von einem Angebotsrückgang. Dementsprechend haben sich die Preise mit plus 14,3 Prozent am zweitstärksten nach oben bewegt. Durchschnittlich 15.110 Euro müssen die Österreicher für den beliebten Kleinen parat halten.
Die Mittelklasse wurden im August 2022 um 25.731 Euro angeboten und legte im Jahresvergleich mit 14 Prozent ebenfalls rasant zu, gefolgt von der Oberklasse, die derzeit bei 63.374 Euro liegt. Vans und Kleinbusse erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit und werden um knapp 35.000 Euro angeboten. Der einzige Ausreißer in der Preisrallye zeigt sich bei der Kategorie Sportwagen, die mit 2,4 Prozent den geringsten Preisanstieg verzeichnet hat.
Preise steigen proportional zum Alter
Auch nach Alterssegmenten betrachtet stiegen die Preise im Jahresvergleich im zweistelligen Bereich. Autos zwischen 10 bis 20 Jahren kosten mit 10.473 Euro heuer rund ein Drittel mehr als noch vor einem Jahr. Die Altersklasse zwischen 5 und 10 Jahren ist von 16.605 Euro auf 21.574 Euro gestiegen. Aber auch die jüngeren Modelle zogen preislich um bis zu 20 Prozent an. Die Preise für Youngtimer (ab 20 Jahre) stiegen um 25,8 Prozent, jene für Oldtimer (ab 30 Jahre) „nur“ um 14 Prozent.









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