Die Acht-Mann-Rotation von Trainer Ferdinand Feldhofer hat Didi Kühbauer die LASK-Revanche gegen Rapid erleichtert! Denn der Europacup ist in Hütteldorf anscheinend wichtiger als der Liga-Alltag. Nach dem 1:2 in Linz herrscht nun Kritik statt Aufbruchsstimmung. Eine Kolumne von Rapid-Reporter Rainer Bortenschlager ...
Genugtuung wollte er keine verspüren, „aber ein Bier habe ich mir in der Kabine aufgemacht“, ließ sich LASK-Trainer Didi Kühbauer die Freude über das 2:1 gegen Rapid nicht anmerken. Seine Revanche ist geglückt. Wobei er von Grün-Weiß dazu eingeladen wurde. „Erfolge beflügeln“ und „Wir wollen Platz eins zurück“ war aus Hütteldorf nach dem 2:0-Krimi gegen Baku zu hören. Aber mit seiner 8-Mann-Rotation signalisierte Ferdinand Feldhofer, dass der Europacup wichtiger ist. Ein falsches Signal.
Wenn auch nicht ganz freiwillig. „Einige Spieler waren angeschlagen, ich wollte nicht das Risiko eingehen, dass sie dann im Herbst ausfallen. Da mache ich nicht mit“, begründete Rapids Trainer seine erste Elf. Verständlich, nur sollte der zweite, frische Anzug dann halbwegs passen. Aber er war in Halbzeit eins harmlos, in der Abwehr überfordert. „Uns fällt gar nichts ein“, schüttelte auch Sportchef Zoki Barisic zur Pause den Kopf.
Mit Guido Burgstaller und Nicolas Kühn wurde es - wie zu erwarten - besser, dann war Marco Grüll kein verzweifelter Alleinunterhalter mehr. Zu spät. Daher muss sich Feldhofer der Kritik stellen. Zumal am Donnerstag ja „nur“ Vaduz wartet, nach dem 2:4 gegen Thun mittlerweile Vorletzter in der zweiten Schweizer Liga. Ist das Play-off-Duell wichtiger als der Liga-Hit?
Finanziell ja, aber ...
Jetzt ist der internationale Herbst, die Gruppenphase absolute Pflicht. Nur sollte in Hütteldorf keiner glauben, dass sechs europäische Nächte - in der Conference League vielleicht gar keine Highlights - den Liga-Alltag emotional „überstrahlen“, wenn man in der Liga strauchelt. Davon ließ man sich schon in der Vergangenheit oft blenden. In Pasching wurde jetzt die Aufbruchsstimmung auch bei den Fans „gekillt“. So setzte es nach neun Spielen (sieben Siege) erstmals seit 2019 eine Pleite gegen den LASK. Und dem reichte dafür eine gute Halbzeit.
Kurios, fast schon historisch: Erstmals seit der Saison 1988/89 gab es in dieser Bundesliga-Runde wieder nur Heimsiege.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.