24.07.2022 14:39 |

Geschiebebecken voll

Nach Unwetter: Baggern im Wettlauf gegen die Zeit

Nach dem verheerenden Unwetter am Freitagabend im Tiroler Stubaital laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Die Geschiebebecken sind voll mit Gestein und Geröll und müssen nun so schnell wie möglich ausgebaggert werden. Klar ist: Diese Schutzbauten haben Schlimmeres verhindert.

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Die Geschiebebecken in den Gemeindegebieten von Neustift, Mieders und Fulpmes haben beim Unwetter Zigtausende Kubikmeter Gestein und Geröll abgefangen und konnten somit weitere Vermurungen des Tals verhindern. Allein im Geschiebebecken des Margaretenbachs befinden sich zwischen 20.000 und 25.000 Kubikmeter Geschiebe. Auch entlang der Bachläufe haben sich Tausende Kubikmeter angesammelt.

„Becken so rasch wie möglich leeren“
„Die Geschiebebecken haben ihren Zweck erfüllt und konnten das Schadensausmaß in den Gemeinden so gut wie möglich eingrenzen. Nun gilt es, die Becken so rasch wie möglich wieder zu leeren, um bei weiteren Unwettern wieder genügend Fassungsvermögen zu haben und auch die Bachläufe rasch auszubaggern, um den Wasserabfluss zu gewährleisten“, erklärt Ivo Schreiner von der Wildbach- und Lawinenverbauung.

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Aktuell ist der Aufenthalt in Ufernähe bzw. im Bereich der Geschiebebecken und vermurten Bäche ein unnötiges Risiko.

Ivo Schreiner von der Wildbach- und Lawinenverbauung

Es ist wahrlich ein Wettlauf gegen die Zeit, denn: Grundsätzlich dauere das Ausbaggern und der Abtransport des entsprechenden Materials je nach Größe des Beckens einige Tage, manchmal sogar mehrere Wochen. „Aktuell ist der Aufenthalt in Ufernähe bzw. im Bereich der Geschiebebecken und vermurten Bäche ein unnötiges Risiko. Wir erleben, dass sich viele Bewohnerinnen und Bewohner oder auch Wanderer gerne ein Bild von der Lage machen möchten, davon raten wir jedoch dringend ab“, so Schreiner.

Weitere Niederschläge in Sicht
Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) sind bereits am Montag weitere Niederschläge im Stubaital möglich. „Wir appellieren an die Bevölkerung, sich bei erneuten Starkregenereignissen und Gewittern entsprechend achtsam zu verhalten und gefährdete Bereiche, wie etwa in der Nähe von Fließgewässern, zu meiden“, so Michael Fankhauser von der Abteilung Krisen- und Gefahrenmanagement des Landes Tirol.

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