Wie systemrelevant sind Brot, Milch und Schnitzel? Ein Aus beim Russen-Gas bringt auch die Lebensmittelproduktion in Gefahr.
Es geht nicht nur ums Heizen, auch die Lebensmittelindustrie wäre von einem Gas-Stopp stark betroffen. Berglandmilch rüstet zwar im Turbotempo auf nachhaltige Energie um. Doch bei Gas-Aus wäre „in einigen Molkereien ein Großteil der Produktion nicht mehr aufrecht zu erhalten“, heißt es aus dem oberösterreichischen Unternehmen. Unabhängig davon könnten Lieferanten von Gebinde und Verpackungen nicht mehr liefern.
In der Glasproduktion ist – wie in vielen anderen Industrien auch – Erdgas der wichtigste Energieträger.
Johann Eggerth, Geschäftsführer Vetropack
Auch die Bäcker
Für Vetropack, Hersteller von Gläsern für Getränke und Nahrungsmittel in Kremsmünster, wäre ein Stopp mit hohen Risiken für die millionenteuren Schmelzwannen verbunden. In der Mühle Haberfellner in Grieskirchen spielt „Gas im Vermahlprozess keine Rolle“, betont Markus Haberfellner. Aber viele Bäckereien betreiben ihre Öfen mit Gas.
Selbstversorgung mit Energie als Ziel
Großfurtner, Schlachtbetrieb in St. Martin/Innkreis nahm gerade sein zweites Blockheizkraftwerk und eine Fotovoltaikanlage in Betrieb. Sein Ziel: Energieautarkie. Noch brauche man Russen-Gas bei einigen Prozessen, sagt Alexander Schumergruber, technischer Leiter. Und er spricht an, was die Lebensmittelverarbeiter in Unruhe versetzt: „Wir versuchen uns, so gut wie möglich vorzubereiten. Aber wir sind im Blindflug! Wir haben kaum Informationen über mögliche Szenarien.“















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