20.07.2022 16:52 |

Hofburg-Match eröffnet

Ex-ORF-Chef spendet 50.000 Euro für VdB-Wahlkampf

929.236 Euro hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen bereits an Spenden für seinen Hofburg-Wahlkampf gesammelt. Erklärtes Ziel ist es, rund 1,5 Millionen Euro zu erreichen. Die bislang größte Privatspende mit 50.000 Euro überwies Medienmanager und Ex-ORF-Chef Gerhard Zeiler.

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„Gerade in unruhigen Zeiten ist es wichtig, an der Staatsspitze Ruhe, Erfahrung und Unabhängigkeit zu haben. Genau dafür steht Alexander Van der Bellen. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, seine Kandidatur aktiv mit einer Spende zu unterstützen“, begründete Zeiler seine Wahlkampfspende.

Van der Bellen habe seine erste Amtszeit gut gemacht und sei auch wichtig für das Ansehen Österreichs in der Welt gewesen. „Ich setze mich dafür ein, dass er weiter unser Bundespräsident bleibt“, so Zeiler weiter.

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Van der Bellen hat seine erste Amtszeit gut gemacht und war auch wichtig für das Ansehen Österreichs in der Welt.

Gerhard Zeiler

Auch Kogler, Zadic, Gewessler und Rauch spendeten bereits
Der Verein „Gemeinsam für Van der Bellen - Unabhängige Initiative zur Stärkung der Liberalen Demokratie“ legt im zweiwöchigen Rhythmus auf (www.vanderbellen.at/transparenz) seine Spender offen. Neben Zeiler finden sich auch Vizekanzler Werner Kogler, Klimaministerin Leonore Gewessler, Justizministerin Alma Zadic, Grünen-Klubchefin Sigrid Maurer (jeweils 4000 Euro) sowie diverse Landesorganisationen der Grünen auf der Liste. Das größte Problem für Van der Bellen scheint das Mittelmaß - zwischen Ausübung des Amtes und Wahlkampf - zu finden. Er möchte sich nicht vorwerfen lassen, seine Position für den Wahlkampf zu benützen.

FPÖ investiert drei Millionen Euro in Rosenkranz-Kandidatur
929.236 Euro hat Van der Bellen bereits an Spenden gesammelt. Durchschnittlich 208 Euro spenden seine Unterstützer. Zum Vergleich: Die Blauen investieren drei Millionen Euro in die Kandidatur von Walter Rosenkranz.

Ex-Landeshauptmann Schützenhöfer unterstützt VdB-Wahlkampf
Flankiert von Steiermarks Ex-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP), der ihn im Wahlkampf unterstützen wird, erschien Van der Bellen am Mittwoch bei den Bregenzer Festspielen. Damit war klar: Bregenz ist der inoffizielle Auftakt seiner Wahlkampagne. In seiner Eröffnungsrede überraschte das Staatsoberhaupt mit deutlichen Worten. Er ermahnte die Bundesregierung, zu „arbeiten, arbeiten, arbeiten“. Neuwahlen will er aber keine.

VdB will sich keiner TV-Diskussion stellen
Für Kritik sorgt hingegen, dass Van der Bellen sich keiner Wahlkonfrontation stellen wird. Angesichts der skurrilen Gegenkandidaten wie Marco Pogo würde ein TV-Schaukampf dem Ansehen des Amtes schaden - so die Meinung im Beraterteam von Van der Bellen. Dass dieser keine TV-Auftritte absolvieren will, rief die FPÖ mit Kritik auf den Plan: „Wer seriöse TV-Debatten derart verunglimpft, der hat offenbar den Nutzen von objektiver Wahlinformation nicht verstanden“, monierte der freiheitliche Generalsekretär Michael Schnedlitz. Statt sich in der Hofburg zu verstecken, solle sich der amtierende Bundespräsident den Diskussionen mit anderen Kandidaten stellen. Van der Bellen agiere abgehoben, so Schnedlitz.

Ida Metzger
Ida Metzger
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