Nach Massenschlägerei
Lignano plant Verordnungen gegen „Alk-Tourismus“
Nach einer Massenschlägerei am vergangenen Wochenende will die Polizei in Lignano die Sicherheitsmaßnahmen verschärfen. Zudem plant die Gemeinde spezielle Verordnungen, um das Phänomen des „Alk-Tourismus“ zu unterbinden. Denkbar ist etwa, dass die Öffnungszeiten einiger Lokale beschränkt werden.
Wie berichtet, griffen sich in der Nacht auf Sonntag etwa 70 Menschen auf der Strandpromenade in Lignano gegenseitig an. Sie gingen unter anderem mit Flaschen und Glasscherben aufeinander los. Ein 20-Jähriger aus Udine musste mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Sein Zustand hat sich seither gebessert. Er soll bald von der Polizei vernommen werden können. Diese ermitteln wegen schwerer Körperverletzung. Seine Aussagen könnten vor allem deshalb entscheidend sein, da es an der Stelle in der Nähe einer Diskothek, an der er entdeckt wurde, bisher keine Videoüberwachung gibt.
Gemeinde plant mehr Videoüberwachung und öffentliche Beleuchtung
Die italienische Gemeinde will daher nun das Videoüberwachungsnetz ausbauen und die Beleuchtung auf öffentlichen Plätzen verstärken. Außerdem könnten die Öffnungszeiten einiger Lokale beschränkt werden, wie Bürgermeisterin Laura Giorgi im Treffen mit der Polizei mitteilte. Diese erklärte wiederum, die Sicherheitskräfte verstärken zu wollen, um weitere Vorfälle dieser Art zu verhindern. Eine mögliche nächtliche Sperre des Strandes stand bei dem Treffen nicht im Raum. Für diese müsste die Hafenbehörde eingeschaltet werden.
Ziel ist nicht nur die Prävention, sondern auch das Unterbinden des „Alk-Tourismus“. Nach Lignano reisen immer wieder sehr junge Menschen mit großem Vorrat an Alkohol, um an verschiedenen Orten der Stadt exzessiv zu feiern.







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