Fußball-WM 2014

ÖFB-Team in Quali gegen Deutsche, Schweden und Iren

Fußball
30.07.2011 21:59
Österreichs Nationalteam trifft in der Qualifikation für die Fußball-WM 2014 in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli 2014) in der Gruppe C - wie schon in der EM-Quali - auf den WM-Dritten und Vize-Europameister Deutschland sowie auf Schweden, Irland, Färöer und Kasachstan. Das hat am Samstagabend die Auslosung in Rio de Janeiro ergeben. ÖFB-Präsident Leo Windtner und Teamchef Dietmar Constantini zeigten sich in einer ersten Reaktion mit dem Los zufrieden.

Damit sich Österreich erstmals seit 1998 (in Frankreich) wieder für eine WM-Endrunde qualifiziert, ist entweder der Gruppensieg oder Platz zwei und ein anschließender Erfolg im Play-off gegen einen anderen Gruppenzweiten notwendig. Eine schwierige Aufgabe, aber auch nicht aussichtslos. Schweden und Irland sollten an guten Tagen in Reichweite sein, hoffen Constantini und Windtner.

In der Infobox kannst du abstimmen, ob Österreich deiner Meinung nach die Qualifikation schafft?

Constantini leicht optimistisch
"Deutschland ist in unserer Gruppe zweifelsohne der große Anwärter auf den Gruppensieg. Schweden und Irland sind von der Papierform über uns zu stellen, die Aufgaben sind aber durchaus lösbar. Färöer und Kasachstan muss man schlagen", gab sich Constantini in Brasilien verhalten optimistisch. "Die Gruppe ist mit jener in der derzeitigen EM-Qualifikation durchaus vergleichbar", erklärte Constantini. Für die EM 2016 in Polen und der Ukraine ist sein Team nach Niederlagen gegen Deutschland, die Türkei und Belgien aber praktisch aus dem Rennen.

Windtner war ob der Gegner in der Gruppe C ebenfalls gut gestimmt und freute sich besonders über das neuerliche Kräftemessen mit Vize-Europameister Deutschland. "Es hätte eindeutig schlimmer kommen können. Die Neuauflage des Duells mit Deutschland ist sportlich eine Riesenherausforderung und organisatorisch für uns sicher ein Glücksfall. Wir alle haben noch die Stimmung im Happel-Stadion im Juni im Ohr", sagte der Oberösterreicher.

Die ÖFB-Auswahl hatte am 3. Juni im ausverkauften Happel-Stadion Deutschland Paroli geboten und verlor erst durch ein Gomez-Tor in der 90. Minute mit 1:2. Das Rückspiel findet am 2. September in Gelsenkirchen statt. Allerdings hat Österreich seit 25 Jahren nicht mehr gegen ein DFB-Team gewonnen. Gegen Schweden hat Österreich eine gute Erinnerung. Auf dem Weg zur WM in Frankreich wurden die Skandinavier zweimal mit 1:0 besiegt.

Fuchs freut sich auf neuerliches Duell mit Deutschland
Teamspieler und Deutschland-Legionär Christian Fuchs freute sich so wie seine Vorgesetzten über die Auslosung. "Dass wir wieder gegen Deutschland spielen, ist genial. Wieder eine neue Chance, ihnen ein Haxerl zu stellen. Die Schweden sind sicher über uns zu stellen, aber wir können auch Land sehen. Gegen Irland, eine britische Mannschaft, habe ich ein gutes Gefühl. Ich glaube, dass uns britische Mannschaften liegen", so seine Kurz-Analyse.

Fuchs hofft, dass er und seine Kollegen eine Qualifikation endlich wieder erfolgreich abschließen können. "Österreich hatte schon lange nicht mehr so viele Spieler in starken Ligen. Viele spielen in ihren Klubs tragende Rollen, sind Woche für Woche gefordert und bringen starke Leistungen. Es ist Zeit, die PS endlich auch in der Nationalmannschaft auf die Straße zu bringen. Als Team können wir stark sein und auch großen Gegnern Paroli bieten, das hat man zuletzt auch gegen Deutschland gesehen", erklärte er.

Deutsche freuen sich über "Losglück"
Auch in Deutschland war man mit der Auslosung zufrieden und freute sich über "Losglück". Österreich wurde gar als "Lieblingsgegner" bezeichnet. "Wir sind zufrieden. Es ist keine einfache Gruppe, aber wir sind froh, dass wir Frankreich nicht erwischt haben. Wir sind natürlich die Favoriten, müssen aber konzentriert zur Sache gehen", meinte Nationalteam-Manager Oliver Bierhoff.

Die Qualifikation beginnt am 7. September 2012 und endet am 15. Oktober 2013. Die neun Gruppensieger qualifizieren sich fix für die zweite WM-Endrunde nach 1950 im Land des Rekordweltmeisters. Die acht besten Gruppenzweiten rittern in Play-off-Hin- und Rückspielen am 15. bzw. 19. November 2013 um die restlichen vier der insgesamt 13 Europa-Tickets.


AUSLOSUNG FÜR DIE EUROPA-GRUPPEN:

Gruppe A
Kroatien, Serbien, Belgien, Schottland, Mazedonien, Wales 

Gruppe B
Italien, Dänemark, Tschechien, Bulgarien, Armenien, Malta

Gruppe C
Deutschland, Schweden, Republik Irland, Österreich, Faröer, Kasachstan

Gruppe D
Niederlande, Türkei, Ungarn, Rumänien, Estland, Andorra

Gruppe E
Norwegen, Slowenien, Schweiz, Albanien, Zypern, Island

Gruppe F
Portugal, Russland, Israel, Nordirland, Aserbaidschan, Luxemburg

Gruppe G
Griechenland, Slowakei, Bosnien-Herzegowina, Litauen, Lettland, Liechtenstein

Gruppe H
England, Montenegro, Ukraine, Polen, Moldawien, San Marino

Gruppe I
Spanien, Frankreich, Weißrussland, Georgien, Finnland

Modus: Die Gruppenphase der Qualifikation wird voraussichtlich zwischen 7. September 2012 und 15. Oktober 2013 gespielt. Die neun Gruppensieger sind für die WM qualifiziert. Die acht besten Gruppenzweiten kommen in ein Play-off (15. und 19. November 2013) und ermitteln vier weitere WM-Teilnehmer aus Europa.


AUSLOSUNG FÜR DIE AFRIKA-GRUPPEN:

1. RUNDE
1 Seychellen - Kenia
2 Guinea-Bissau - Togo
3 Dschibuti - Namibia
4 Mauritius - Liberia
5 Komoren - Mosambik
6 Äquatorialguinea - Madagaskar
7 Somalia - Äthiopien
8 Lesotho - Burundi
9 Eritrea - Ruanda
10 Swasiland - Kongo
11 Sao Tome und Príncipe - Kongo-Brazzaville
12 Tschad - Tansania

Modus: Die zwölf Sieger der K.-o-Duelle, die von 11. bis 15. November in Hin- und Rückspielen ausgetragen werden, steigen in die zweite Runde auf.

2. RUNDE 
Gruppe A 
Südafrika, Botswana, Zentralafrika, Sieger 7

Gruppe B 
Tunesien, Kap Verde, Sierra Leone, Sieger 6

Gruppe C 
Elfenbeinküste, Marokko, Gambia, Sieger 12

Gruppe D 
Ghana, Sambia, Sudan, Sieger 8

Gruppe E 
Burkina Faso, Gabun, Niger, Sieger 11

Gruppe F 
Nigeria, Malawi, Sieger 1, Sieger 3

Gruppe G 
Ägypten, Guinea, Simbabwe, Sieger 5

Gruppe H 
Algerien, Mali, Benin, Sieger 9

Gruppe I 
Kamerun, Libyen, Sieger 2, Sieger 10

Gruppe J 
Senegal, Uganda, Angola, Sieger 4

Modus: Die zehn Gruppensieger spielen in der dritten Quali-Runde im K.-o.-System in Hin- und Rückspielen, die fünf Sieger fahren zur WM nach Brasilien.


AUSLOSUNG FÜR NORD- UND MITTELAMERIKA SOWIE KARIBIK:

Gruppe A 
El Salvador, Surinam, Cayman-Inseln, Dominikanische Republik

Gruppe B
Trinidad und Tobago, Guyana, Barbados, Bermuda

Gruppe C
Panama, Dominica, Nicaragua, Bahamas

Gruppe D
Kanada, St. Kitts und Nevis, Puerto Rico, St. Lucia

Gruppe E
Grenada, Guatemala, St. Vincent und die Grenadinen, Belize

Gruppe F
Haiti, Antigua und Barbuda, Curacao, Amerikanische Jungferninseln

Modus: Die sechs Gruppensieger steigen in die 3. Runde auf.

3. Runde: 
Gruppe A
USA, Jamaika, E1, F1

Gruppe B
Mexiko, Costa Rica, A1, B1

Gruppe C
Honduras, Kuba, D1, C1

Modus: Die drei Gruppen-Ersten und die drei Gruppen-Zweite stehen in der 4. Runde, wo sie in einer Gruppe in Hin- und Rückspielen gegeneinander antreten. Erste drei Teams qualifizieren sich direkt für die WM, der Gruppen-Vierte muss gegen den Sieger der Ozeanien-Qualifikation in die Relegation.


AUSLOSUNG FÜR DIE ASIEN-GRUPPEN:

Gruppe A
China, Jordanien, Irak, Singapur

Gruppe B
Südkorea, Kuwait, Vereinigte Arabische Emirate, Libanon

Gruppe C
Japan, Usbekistan, Syrien, Nordkorea

Gruppe D
Australien, Saudi-hrain, Indonesien

Modus: Die Gruppen-Ersten und -Zweiten spielen in einer zweiten Runde in zwei Gruppen (Hin- und Rückspiel), die je zwei Gruppen-Ersten und -Zweiten sind für die WM qualifiziert. Die zwei Gruppen-Dritten spielen am 6. und 10. September 2013 in Hin- und Rückspiel um einen Platz in der Relegation gegen einen Vertreter von Nord-/Mittelamerika/Karibik um einen WM-Startplatz.


AUSLOSUNG DER OZEANIEN-GRUPPE:

Gruppe A 
Vanuatu, Neukaledonien, Sieger Vorrunde, Tahiti

Gruppe B
Fidschi, Neuseeland, Salomon-Inseln, Papua-Neuguinea

Modus: Die Gruppen-Ersten und -Zweiten spielen von 7. September 2012 bis 26. März 2013 ein Turnier, der Sieger spielt im Play-off gegen einen CONCACAF-Vertreter um einen WM-Startplatz.

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