26.05.2022 15:26 |

Schwere Vorwürfe

Antisemitische Karikatur in „Süddeutscher Zeitung“

Massive Kritik an dem deutschen Traditionsblatt „Süddeutsche Zeitung“ („SZ“): Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi, selbst jüdischer Herkunft, wird in einer Art und Weise porträtiert, die an NS-Propaganda erinnert.

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„Diese antisemitische Karikatur der ,SZ‘ hätte auch im ,Stürmer‘ erscheinen können“, zeigte sich das American Jewish Committee am Donnerstag entsetzt. Eine Bildsprache wie zu Nazizeiten wird attestiert, Stereotype über Juden würden befeuert. Grund ist eine Karikatur, die den jüdischen Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyi, vor dem Forum Davos zeigt.

Internationaler Aufschrei unter Journalisten
Tatsächlich trägt die Zeichnung Züge, die an Karikaturen aus der NS-Zeit erinnern. „Unverzeihlich antisemitisch“ sei sie, ist in der hitzigen Debatte zu lesen, die im Kurznachrichtendienst Twitter entbrannt ist. Diese erreichte innerhalb weniger Stunden auch die Vereinigten Staaten: Auch Journalisten-Kollegen vom „Wall Street Journal“ und der „New York Times“ zeigten sich erschüttert.

Von der Zeitung selbst gibt es bislang noch keine Stellungnahme.

UPDATE: Die „Süddeutsche“ hat mittlerweile auf Twitter reagiert: „Diese Karikatur ist die zeichnerische Umsetzung der Fernsehbilder vom Montag. Der ukrainische Präsident auf der Videowand, und damit im XXL-Format, vor dem Publikum in Davos. Sie illustriert, wie dominierend das Thema Ukraine dort ist.“

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