14.05.2022 14:00 |

„Gute Nachrichten“

Rotkreuz-Suchdienst: Seine Liebsten wiederfinden

Nicht zu wissen, was mit Eltern, Kindern oder anderen Familienmitgliedern ist - das ist für viele Menschen, die durch Krieg, Flucht oder Krisen von ihren Liebsten getrennt wurden, traurige Realität. Claire Schocher-Döring und das Team des Rotkreuz-Suchdienstes helfen dabei, Angehörige wiederzufinden.

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Schon als Schülerin war sie beim Jugendrotkreuz, dann lange Freiwillige. Heute leitet Claire Schocher-Döring hauptberuflich den Suchdienst im Roten Kreuz. Wie eine Suche abläuft? „Man füllt einen Suchantrag aus, gibt an, wen man sucht und wie die Trennung passiert ist“, erklärt die gebürtige Vorarlbergerin. Die Daten werden dann den internationalen Kollegen übermittelt.

Diese begeben sich auf die Suche, um den Verbleib der Person zu klären. In Österreich sei das einfacher, weil alles gut dokumentiert ist. Mittlerweile gebe es auch die Online-Bildergalerie „Trace the Face“, über die man Angehörige suchen kann. Auch Schicksale des 2. Weltkriegs werden geklärt, alles kostenlos. Abgeschlossen sei eine Suche erst, wenn es eine Antwort gibt - selbst wenn es eine traurige ist, also die Person nicht mehr lebt.

Berührende Geschichten von erfolgreichen Suchen
Immer wieder gibt es aber Erfolgsgeschichten. Wie die einer Dame, die fast ihr ganzes Leben ihren Vater gesucht hat. Als sie 60 war, fand sie ihn - er war früher Besatzungssoldat - dank Suchdienst in den USA. Oder die berührende Geschichte einer nach Österreich geflüchteten afghanischen Familie. Eine Tochter ging auf der Flucht verloren. Nach zwei Jahren hat sich die Familie über „Trace the Face“ wiedergefunden.

Eine Aufgabe, die sinnstiftend ist
Was den Job der zweifachen Mutter so besonders macht? „Was gibt es Sinnvolleres, als jemand eine Antwort auf eine Frage zu geben, die ihn sein ganzes Leben lang beschäftigt?“ Nähere Infos zum Suchdienst finden Sie hier.

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