Tagesklinik läuft an

Medizinische Versorgung nimmt wieder Fahrt auf

Niederösterreich
08.05.2022 06:00
Nach mehrfach starken Umstrukturierungen der Klinik in Waidhofen an der Thaya seit März – die „Krone“ berichtete – will die Landesgesundheitsagentur (LGA) nun mit der Tagesklinik durchstarten und die Operationszahlen in den Bereichen Unfallchirurgie, Orthopädie und Urologie deutlich steigern.

Moderne Operationssäale sind vorhanden. Jetzt soll in der Waidhofner Klinik die Auslastungszahl mit tagesklinischen Eingriffen klar erhöht werden. Gefäß- und unfallchirurgische Eingriffe gehören hier genauso dazu, wie Hand- und Kniegelenks-Operationen oder urologische Behandlungen. Blinddarmoperationen fallen aber nicht darunter, da man dafür zumindest eine Nacht im Spital verbringen muss. Die LGA plant, die ersten 24 Altersmedizin-Betten in Niederösterreichs in Waidhofen zu schaffen. Ein Teil davon sogar noch heuer.

Onkologie-Absiedelung ist laut LGA nur Gerücht
Hartnäckige Gerüchte, dass die Onkologie in den nächsten Jahren nach Krems abwandern soll, verweist die LGA klar in das Reich der Falschmeldungen. Man habe in Waidhofen eine gut und immer besser gehende Abteilung und man sehe daher absolut keinen Grund, etwas zu ändern.

Umfrage bei Waidhofner Bürgern
Nach der hellen Aufregung rund um die Schließung der Chirurgie-Abteilung und deren Umwandlung in eine chirurgische Tagesambulanz in der Landesklinik in Waidhofen an der Thaya fragte die „Krone“ bei den Menschen vor Ort nach: Sehen Sie das Spital in der Stadt noch als ein vollwertiges Krankenhaus an? Zudem wollten wir wissen, was es für ein umfassendes , klinisches Angebot brauche.

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Für ein vollwertiges Spital fehlt die Bettenstation der Chirurgie. Eine Versorgung müsste es 24 Stunden an sieben Tagen durchgehend in Bereichen wie Chirurgie und Urologie geben.

Martin Rosenkranz, 48 Jahre, aus Waidhofen an der Thaya

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Durch den Wegfall der chirurgischen Abteilung ist es keine vollwertige Klinik mehr. Dafür nötig wären Intensivbetreuung, aber auch kleine Operationen rund um die Uhr und Erstversorgungen auch am Wochenende.

Brunhilde Drechsler, 78 Jahre, aus Waidhofen an der Thaya

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Das Krankenhaus ist nicht mehr vollwertig, weil wichtige Abteilungen, wie etwa die Gynäkologie- und Geburtshilfe weggespart wurden. Rund um die Uhr müssten rasche Versorgung und eine Intensivstation gewährleistet sein

Ursula Nehrer, 70 Jahre, aus Waidhofen an der Thaya

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Vollwertig hieße, dass jede Station vom Primar vor Ort geleitet wird und nicht im Spitalsverbund! Die Geburtenabteilung müsste wieder aufgesperrt und ein Hubschrauberlandeplatz am Spitalsgelände gebaut werden.

Florian Rosenauer, 44 Jahre, aus Waidhofen an der Thaya

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Nein, es ist kein vollwertiges Spital mehr. Vollwertig würde heißen, ein Ansprechpartner für alle gesundheitlichen Probleme zu sein. Hier zu sparen, ist im 21. Jahrhundert der absolut falsche Weg.

Eunike Grahofer, 46 Jahre, aus Waidhofen an der Thaya

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