19.04.2022 09:30 |

Nacktfotos gepostet

Ex-Bürgermeister wegen Rachepornografie verurteilt

Ein ehemaliger Bürgermeister ist in den USA wegen der Verbreitung von Rachepornografie im Internet verurteilt worden. Andrew Bradshaw aus dem US-Staat Maryland hatte sich schuldig bekannt, Nacktfotos einer Frau veröffentlicht zu haben, nachdem die Beziehung mit dieser in die Brüche gegangen war.

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Die Frau hatte sich im Mai vergangenen Jahres an die Behörden gewandt, nachdem sie erfahren hatte, dass Fotos von ihr auf Reddit veröffentlicht worden waren. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP sagte sie aus, dass sie die Fotos nur an Bradshaw geschickt habe, während sie eine intime Beziehung hatten, und dass sie ihm nicht die Erlaubnis gegeben habe, sie weiterzuverbreiten.

Die Ermittler entdeckten, dass Bradshaw zahlreiche separate öffentliche Beiträge mit mindestens zehn Fotos der Frau veröffentlicht hatte, versehen mit „erniedrigenden“ und „entwürdigenden“ Kommentaren. Bei einer Befragung gab Bradshaw gegenüber den Strafverfolgungsbehörden zu, dass er die Konten eingerichtet und die Nacktfotos veröffentlicht hatte. Er trat daraufhin im Jänner von seinem Amt als Bürgermeister der etwas mehr als 12.000 Einwohner zählenden Stadt Cambridge in Maryland zurück.

Ehemaliger Bürgermeister entgeht Haftstrafe
Vor Gericht hatte sich Bradshaw schließlich in fünf Fällen der Verbreitung von Rachepornos im Internet für schuldig bekannt. Für jeden der fünf Fälle wurde er nun laut AP zu einem Jahr und einem Tag Haft verurteilt, wobei die gesamte Haftzeit zur Bewährung ausgesetzt wurde. Außerdem wurde er zu einer dreijährigen Bewährungszeit unter Aufsicht und einer Geldstrafe von 1000 Dollar für jeden Anklagepunkt verurteilt.

Der einstige Bürgermeister muss außerdem 750 Dollar Entschädigung an die Frau zahlen und 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Er kam damit vergleichsweise glimpflich davon: Für jeden Anklagepunkt hatten ihm zwei Jahre Haft und bis zu 5000 Dollar Strafe gedroht.

Macht missbraucht
„Jeder, der das Vertrauen eines anderen missbraucht, um ihn zu erniedrigen und zu demütigen, insbesondere durch die Nutzung eines so mächtigen und weit verbreiteten Forums wie dem Internet, muss zur Rechenschaft gezogen werden. Solche Handlungen sind besonders ungeheuerlich, wenn sie von einer Person begangen werden, die eine öffentliche Führungsrolle mit Macht und Autorität innehat“, wurde der zuständige Staatsanwalt zitiert.

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