Selbst in der Interview-Zone des Happel-Stadions trieb es Podolski beim Gedanken an die Zitterpartie noch die Schweißperlen auf die Stirn. "Österreich war ein sehr starker Gegner. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben sie sehr viel Druck gemacht", erklärte er im Talk mit krone.at und gestand sogar: "Die hätten sich einen Punkt verdient gehabt."
Wiener Publikum für Podolski "sensationell"
Podolski, der bis auf einen Lattenkracher in der 7. Minute im Spiel über weite Strecken recht blass geblieben war, streute aber auch dem Wiener Publikum Rosen: "Sensationell, wie die Zuschauer die österreichische Mannschaft nach vorne gepeitscht haben." Mit diesem Publikum im Rücken könne die Mannschaft künftig noch viel erreichen.
Bleibt zu hoffen, dass "Prinz Poldi" bei seiner Prognose ähnlich treffsicher ist wie bei der Jagd nach Toren. Denn ÖFB-Coach Constantini nahm Schmeicheleien wie jene von Podolski am Samstag, einen Tag nach der Pleite, im Team-Trainingslager in Bad Tatzmannsdorf nur mit Vorbehalt an: "Schön, dass die Leistung besser als erwartet war. Davon kann ich mir aber nichts kaufen. Ich hätte lieber schlecht gespielt und gewonnen. Im Fußball sind noch immer die Punkte entscheidend."
"Nachhilfe" von Lahm
Vielleicht kann ja auch die Weisheit von Philipp Lahm den ÖFB-Kickern weiterhelfen. Der DFB-Captain verriet nach dem Spiel: "Wir glauben in jedem Spiel 90 Minuten lang an uns und unsere Stärken. Auch wenn es einmal nicht so rund läuft - wir wissen immer, was wir können. Und das hat man gegen Österreich wieder gesehen." Allerdings!
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