Feuer in Wohnanlage

Gutachten: Messer-Mann hat Brand bewusst gelegt

Salzburg
28.01.2022 16:00
Zehn Tage nach dem verheerenden Brand in einer Wohnanlage in der Salzburger Aribonenstraße liegt der Staatsanwaltschaft nun das Gutachten des Brandsachverständigen vor. Seine Conclusio: Das Feuer wurde bewusst gelegt. Der Beschuldigte sitzt weiterhin in Haft.

Nachdem der erfahrene Brandsachverständige Walter Kittl bereits vergangene Woche eine „subjektive Zündquelle“ vermutet hat, liefert das fertige Gutachten nun neue Informationen.

Demzufolge dürfte der Brand, durch den 30 Menschen vorübergehend ihr Zuhause verloren haben, nicht fahrlässig, sondern bewusst gelegt worden sein. Spuren von Brandbeschleunigern wurden nicht gefunden.

Bettzeug in Flammen
Ausgegangen sei das Feuer, so Kittl, vom Bettzeug jenes Somaliers, der in derselben Nacht noch Passanten mit einem Messer attackiert hatte und anschließend von Polizisten angeschossen wurde. Indizien für eine fahrlässige Verursachung fehlen. Denn: Der Mann wies weder eine Rauchgasvergiftung, noch Brandverletzungen auf.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Somalier nun wegen Brandstiftung, versuchter Körperverletzung und versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt. Er sitzt weiterhin in Untersuchungshaft.

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