Mo, 15. Oktober 2018

"Derby" in Dublin

05.05.2011 23:08

Braga und FC Porto stehen im Europa-League-Finale

Das erste rein portugiesische Finale in der Europa League ist perfekt. Der FC Porto löste nach dem 5:1-Erfolg im Hinspiel plangemäß sein Endspiel-Ticket, trotz einer 2:3-Auswärtsniederlage bei Villarreal. Sensationell hingegen ist der Aufstieg des SC Braga, der einer 1:2-Niederlage im Hinspiel einen 1:0-Heimerfolg über das klar favorisierte Team von Benfica Lissabon folgen ließ und damit für den größten Erfolg in der Vereinshistorie sorgte. Das Finale steigt am 18. Mai in Dublin.

Dabei schien die Wende in Villarreal zu Beginn der ersten Hälfte durchaus noch in Reichweite. Das "Gelbe U-Boot" setzte auf beherzte Offensive und kam durch Cani, der den Tabellenvierten der Primera Division schon im Hinspiel mit 1:0 in Führung gebracht hatte, nach etwas mehr als einer Viertelstunde (17.) zur Führung. Rund 20 Minuten später lösten sich die spanischen Hoffnungen aber in Luft auf. Ein Schuss von Porto-Stürmer Hulk aus 20 Metern wurde zum Sargnagel, Musacchio fälschte den eigentlich ungefährlichen Versuch unhaltbar für Goalie Diego Lopez zum Ausgleich ab (40.).

Kurz nach der Pause schoss Falcao die Gäste sogar mit 2:1 in Front (48.), das Spiel war gelaufen. Auch wenn Villarreal nicht aufsteckte und durch Capdevila erst zum Ausgleich (75.) und nach einen Foulelfmeter durch Rossi sogar noch zum 3:2-Sieg kam (80.).

Außenseiter Braga überrascht
In Braga fand Lissabon zu Beginn nicht richtig zu seinem Spiel, und hatte gegen die gut aufgestellte Abwehr des in der Europa League so heimstarken Außenseiters keine durchschlagendes Rezept. Für den ersten Paukenschlag sorgten vielmehr die Hausherren, die durch Custodio in der 19. Minute per Kopfball in Führung gingen. Benfica-Stürmer Saviola traf kurz vor der Pause nur die Stange, auch nach dem Seitenwechsel ließen die Gäste in einer spannenden, offenen Partie mehrere Möglichkeiten zum Ausgleich ungenutzt. Für Braga, dessen einziger Titel bisher der portugiesische Pokalsieg 1966 war, ist nun die Sensation in Griffweite.

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