„Bester Schutz“

Lauterbach: „80 Prozent Booster-Quote neues Ziel“

Ausland
05.01.2022 17:04

Deutschlands Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) strebt als neues Impfziel die rasche Auffrischungsimpfung für weitere 15 Millionen Menschen an, um die erwartete Omikron-Welle bewältigen zu können. „Die Booster-Impfung ist bei der Omikron-Variante der beste Schutz Nach der Modellierung des Robert Koch-Instituts sollte das Ziel sein, dass mehr als 80 Prozent der doppelt Geimpften auch geboostert sind, also rechnerisch 56 Prozent der Bevölkerung. Dann hat es Omikron schwer.“

Lauterbach argumentierte, durch die bestehenden Beschränkungen gebe es derzeit 50 Prozent weniger Kontakte als in der Zeit vor der Corona-Pandemie. „Die Kontaktbeschränkungen plus die 80-Prozent-Boosterung werden den R-Wert sinken lassen“, zeigte sich Lauterbach optimistisch.

Lauterbach schlägt Quarantäne-Neuregelungen vor
Lauterbach konkretisierte zudem mögliche Änderungen bei Quarantäneregeln. Für die allgemeine Bevölkerung soll demnach gelten, dass man nach sieben Tagen aus einer Quarantäne nach Kontakt zu Infizierten oder aus einer Isolation wegen einer eigenen Infektion heraus kann. Bedingung ist aber ein anschließender negativer PCR-Test oder ein „hochwertiger“ Antigen-Schnelltest. Nach zehn Tagen soll die Absonderung auch ohne Test enden.

Deutschlands Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) (Bild: AFP)
Deutschlands Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD)

Für Beschäftigte der kritischen Infrastruktur etwa auch in Kliniken und Pflegeheimen soll gelten: Kontaktpersonen können nach fünf Tagen mit obligatorischem PCR-Test aus der Quarantäne heraus, Erkrankte nach sieben Tagen ebenfalls nur mit PCR-Test aus der Isolation. Generelle Bedingung soll demnach zusätzlich sein, dass man zuvor mindestens 48 Stunden frei von Krankheitssymptomen war.

Der Vorschlag sieht außerdem Ausnahmen von der Quarantäne als Kontaktperson vor: unter anderem für „Geboosterte“ mit einer Karenzzeit von sieben Tagen nach der dritten Impfung - und „frisch“ Doppelt-Geimpfte, deren zweite Spritze weniger als zwei Monate zurückliegt. Für sie soll die Ausnahme nach einer Karenzzeit von 14 Tagen nach der letzten Impfung greifen.

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