Dank 1:1 gegen Bosnien

Nach 28 Jahren: Österreich endlich wieder bei WM!

Fußball International
18.11.2025 22:39

„Alea iacta est“, die Entscheidung ist gefallen und das lange Warten hat endlich ein Ende - Österreichs Nationalteam hat sich erstmals nach 28 Jahren wieder für eine Fußball-WM qualifiziert! Ralf Rangnick und seine Mannen behielten im großen Final-Krimi der Qualifikation gegen den einzig verblieben Konkurrenten Bosnien und Herzegowina nach langem Rückstand die Nerven und machten dank Michael Gregoritschs Tor zum 1:1-Endstand im ausverkauften Happel-Stadion in Wien Platz 1 und damit das Ticket für die Endrunde in Nordamerika perfekt ...

ÖFB-Coach Ralf Rangnick hatte im Vergleich zum 2:0 gegen Zypern am Samstag zwei Änderungen vorgenommen – für Stefan Posch und Romano Schmid rutschten Phillipp Mwene und Patrick Wimmer in die Anfangself. Der zuletzt nicht fitte Kapitän David Alaba saß auf der Bank.

(Bild: AP/Associated Press)

Die Bosnier begannen mit den Sturm-Graz-Profis Emir Karic – die Spielgenehmigung war erst am späten Montagabend eingetroffen – und Arjan Malic als Außenverteidiger. Außerdem setzte Teamchef Sergej Barbarez auf Edin Dzeko und Tabakovic als Doppelspitze.

(Bild: GEPA)

Die Gäste standen von Anpfiff weg tief, den Österreichern fiel wenig ein. Ein Volley von Wimmer (7.) und ein Kopfball von Christoph Baumgartner (9.) verfehlten das Ziel klar. Die Bosnier schlugen im Zuge ihrer ersten Offensivbemühungen zu. Nach einem Corner faustete Goalie Alexander Schlager den Ball nur kurz weg, Amar Memic brachte das Kunstleder wieder in die Gefahrenzone und Tabakovic köpfelte aus kurzer Distanz ein. Die Hausherren, schon davor in einigen Situationen nervös, wirkten danach ratlos, erst gegen Ende der ersten Hälfte wurde der Druck erhöht.

Kontroverse Aberkennung von Laimer-Tor
Nach einer gelungenen Aktion entschärfte Bosniens Schlussmann Nikola Vasilj einen Schuss von Seiwald (35.), ehe neun Minuten später der große Aufreger folgte. Konrad Laimer traf mit einem Schuss vom Sechzehner zum vermeintlichen 1:1 und versetzte den überwiegenden Teil des Stadions in Ekstase, die aber nicht lange anhielt. Der VAR schaltete sich ein, weil Laimer 21 Sekunden vor seinem Tor in der eigenen Hälfte ein Foul an Esmir Bajraktarevic begangen hatte, und der portugiesische Schiedsrichter Joao Pinheiro nahm den Treffer zurück.

Die ÖFB-Elf kam mit Wut im Bauch aus der Kabine, Wimmer köpfelte nach Mwene-Flanke am Kreuzeck vorbei (48.). Zwei Minuten später hätte Tabakovic für die Vorentscheidung sorgen können, er verstolperte jedoch, nachdem er unverhofft am Fünfer zum Ball gekommen war. Es sollte der einzige gefährliche Angriff der Bosnier in der zweiten Hälfte gewesen sein, denn Österreich zog ein Powerplay auf, schnürte den Gegner über weite Phasen am eigenen Sechzehner ein – fand aber lange kein Durchkommen gegen das engmaschige Abwehrnetz.

(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)

Gregoritsch mit Tor für die Geschichtsbücher
Rangnick reagierte nach einer knappen Stunde mit der Hereinnahme von Gregoritsch, was sich als Goldgriff herausstellen sollte: Dem Steirer gelang eine knappe Viertelstunde vor Schluss jenes Tor, das ihm einen Platz in den ÖFB-Geschichtsbüchern sichern wird. Marcel Sabitzer brachte eine Flanke zur Mitte, Arnautovic erwischte den Ball nicht und irritierte damit Vasilj, der den Ball noch an die Latte lenkte. Doch aus dem Hinterhalt brauste Gregoritsch heran und drosch den Ball aus kurzer Distanz ins Netz.

(Bild: GEPA)

Bosnien konnte nicht mehr zusetzen und Österreich brachte den entscheidenden Punkt ohne größere Probleme über die Ziellinie. Die ÖFB-Elf hatte durch Gregoritsch sogar die Chance auf das 2:1 (89.). Nächster wichtiger Termin ist nun der 5. Dezember, wenn in Washington die WM-Gruppenauslosung erfolgt. Österreich wird mit großer Wahrscheinlichkeit aus Topf 3 gezogen, bei einem Sieg wäre man in Topf 2 gewesen – aber das war in der Stunde des großen Triumphs nicht einmal eine Randnotiz.

Das Ergebnis:
Österreich – Bosnien und Herzegowina 1:1 (0:1)
Wien, Ernst-Happel-Stadion, 49.500 Zuschauer (ausverkauft), Schiedsrichter João Pinheiro (POR)

Tore: 0:1 (12.) Tabakovic, 1:1 (77.) Gregoritsch

Gelbe Karten: Laimer bzw. Hadzikadunic

Österreich: A. Schlager – Laimer, Lienhart, Danso, Mwene (68. Schmid) – Seiwald, X. Schlager (68. Posch) – Wimmer (59. Gregoritsch), Baumgartner, Sabitzer – Arnautovic (81. Schöpf)
Bosnien: Vasilj – Malic (84. Bazdar), Hadzikadunic, Muharemovic, Karic (71. Mujakic) – Bajraktarevic, Sunjic (84. Alajbegovic), Tahirovic (84. Hadziahmetovic), Memic – Tabakovic (62. Gigovic), Dzeko

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