02.01.2022 17:38 |

Bayern-Legende wird 70

Uli Hoeneß jetzt „totaler Fan von Karl Lauterbach“

Uli Hoeneß hat den deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München als Macher über Jahrzehnte geprägt. Im November 2019 trat er als Präsident ab. Anlässlich seines bevorstehenden 70. Geburtstags sprach er in einem Interview voll des Lobes über den neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Skeptisch äußerte sich Hoeneß hingegen beim Thema Impfpflicht (siehe Video oben).

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Hoeneß findet Lauterbach nach einer Aussage „richtig gut“. „Solange er nicht im Amt war, hatte ich meine Probleme mit ihm. Ich fand, dass er alles besser weiß. Jetzt bin ich ein totaler Fan von Karl Lauterbach, weil ich das Gefühl habe, dass er von der Sache sehr viel versteht und ein Macher ist“, sagte Hoeneß im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.

Der 58 Jahre alte Lauterbach muss in der neuen deutschen Ampelregierung die Corona-Maßnahmen managen.

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Jetzt bin ich ein totaler Fan von Karl Lauterbach, weil ich das Gefühl habe, dass er von der Sache sehr viel versteht und ein Macher ist.

Uli Hoeneß über den deutschen Gesundheitsminister

Hoeneß lobte den SPD-Politiker für seinen Tatendrang in den ersten Wochen im Ministeramt und übte Kritik an dessen Vorgänger: „Er macht etwa eine Bestandsaufnahme beim Impfstoff und besorgt, was fehlt. Kaum ist das Medikament Paxlovid gegen schwere Covid-Verläufe akzeptiert, bestellt er eine Million Packungen. Sein Vorgänger Jens Spahn (CDU) war Ankündigungsweltmeister, hat aber wenig zustandegebracht.“ Lauterbach sei zwar „nicht jedem recht - aber er ist einer, der handelt, und so einer ist mir zehnmal lieber“.

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Ich halte eine Impflicht ohne Wenn und Aber für ein zu großes Problem, das die Gesellschaft eher spalten kann.

Uli Hoeneß

Hoeneß: Impfbefürworter, aber gegen Impfpflicht
Hoeneß ist ein klarer Befürworter des Impfens, bei der aktuell heiß diskutierten Einführung einer Impfpflicht in Deutschland hat er aber umgedacht. „Zeitweise war ich dafür, aber ich habe mir dann vorgestellt: Was macht man mit einem Menschen, der sich partout nicht impfen lassen will? Ich halte eine Impflicht ohne Wenn und Aber für ein zu großes Problem, das die Gesellschaft eher spalten kann. Aber so, wie sich die Situation gerade darstellt, bedeutet das auch, dass die Rechte für Ungeimpfte eingeschränkt sein müssen“, sagt der frühere Bayern-Präsident, der kommenden Mittwoch 70 Jahre alt wird.

Lob für Kimmich
Hoeneß begrüßt, dass Josuha Kimmich (26), Spieler beim FC Bayern sowie im Nationalteam, nach einer eigenen Corona-Erkrankung beim Impfen umgedacht hat. „Ich rechne es ihm hoch an, dass er sich hinstellt und sagt: ,Ich habe das falsch eingeschätzt.‘ Das würde ich mir bei mehr Menschen wünschen. Ich finde es gut, dass er sich, sobald es möglich ist, impfen lassen möchte. Das kann vielen Andersdenkenden einen Impuls geben.“

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