06.01.2022 05:57 |

Verdacht auf Bombe

Heftige Explosion an Grenze birgt viel Zündstoff

Ein großes Rätsel ist der mysteriöse Fall, der die Ermittler im Bezirk Neusiedl beschäftigt. Am 2. Jänner erschütterte eine heftige Explosion das ehemalige Zollhäuschen nahe der Grenze zu Ungarn. Bei der Sprengladung könnte es sich um eine Kugelbombe wie beim tödlichen Unglück in Niederösterreich gehandelt haben.

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Zur Explosion kam es vergangenen Sonntag zwischen 16 und 16.30 Uhr. Offenbar wurde im früheren Zollhaus bei Wallern im Seewinkel eine Sprengladung gezündet. Die Holzdecke zersplitterte, fast alle Dachziegeln flogen durch die Luft.

Bemerkt wurde die wuchtige Detonation von einem Burgenländer, der kurz zuvor an dem alten Zollgebäude nahe der Grenze zu Ungarn vorbeigefahren war.

„Von Weitem habe ich einen ungewöhnlich lauten Knall gehört. Erst auf meinem Retourweg sah ich die schweren Schäden an dem einstigen Zollhäuschen, die vorher noch nicht da waren“, berichtete der Mann umgehend der Polizei.

Verdacht auf Kugelbombe
Die Ermittlungen laufen seither auf Hochtouren. Über die genauen Hintergründe ist vorerst noch wenig bekannt. Anhand der Spuren könnte es sich bei der Sprengladung aber um eine Art Kugelbombe gehandelt haben, wie sie in der Silvesternacht im Bezirk Baden in Niederösterreich zum erschütternden Tod eines 23-jährigen Mannes geführt hatte, ein weiteres Opfer (21) wurde schwer verletzt.

Anfangs war eine Fehlzündung mit Zeitverzögerung vermutet worden. Laut weiteren Nachforschungen dürfte die Explosion aber unmittelbar nach der Zündung erfolgt sein. Wie sich herausstellte, war der Feuerwerkskörper illegal in Tschechien gekauft worden.

Christian Schulter
Christian Schulter
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