Zweifel an Umwidmung

Waldrodung in Ohlsdorf sorgt für Landtagsanfrage

Die Rodung von 18 Hektar Wald für ein Betriebsansiedlungsgebiet in Ohlsdorf (wir berichteten) sorgt weiter für auch politische Aufregung: Der grüne Landtagsklub bringt eine Anfrage an Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) ein: „Wie kann es trotz mehrerer Versagungsgründe und damit einer Ablehnung durch die Fachaufsicht des Landes zu einer Genehmigung der Widmung gekommen sein?“, wird sie sinngemäß lauten. Für die Grünen ist das „die größte Wald- und Bodenvernichtung der jüngeren Geschichte“.

Wie den Grünen jetzt bekannt wurde, gab es im Widmungsverfahren zur Umwidmung einer riesigen Waldfläche auf Ohlsdorfer Gemeindegebiet von der Fachaufsicht des Landes (Abt. Raumordnung) mehrere Versagungsgründe und damit eine Ablehnung.

Wie es dann doch zu einer Genehmigung der Widmung gekommen ist, werde in einer Landtagsanfrage des Grünen Landtagsklubs an Raumordnungsreferenten Landesrat Achleitner von diesem zu beantworten sein, wie der Klubobmann der Grünen im oö. Landtag Severin Mayr ankündigt. „Nach der bereits erfolgten gewaltigen Naturzerstörung wirft diese Causa immer mehr Fragen auf. Wie kann es sein, dass von der Fachaufsicht des Landes geäußerte Versagungsgründe so schnell unter den Tisch gekehrt werden konnten und eine Genehmigung für das größte Wald- und Bodenvernichtungsprojekt der jüngeren Geschichte ausgesprochen wurde?“, fordert Mayr Aufklärung, vorerst in Form einer mündlichen Anfrage in der nächsten Landtagssitzung.

Bevorzugung von Wirtschaftsinteressen?
Zu klären werde hier auch sein, meinen die Grünen, ob es politische Einflussnahme auf Entscheidungsträger/innen gegeben hat, zudem ja bekannt sei, dass der ehemalige Grundeigentümer ein ÖVP-Großspender ist. Auch Stefan Kaineder, der Landessprecher der Grünen und oberösterreichische Umwelt- und Klimalandesrat bekräftigt seinen Ruf nach Aufklärung: „Gerade in Zeiten, in denen Ermittlungsverfahren gegen ÖVP-Parteispender im Laufen sind, brauchen wir vollständige Aufklärung. Es muss endlich aufhören, dass Wirtschaftsinteressen in Oberösterreich vor Umwelt- und Klimaschutzinteressen gestellt werden. Es geht um die Zukunft unserer Kinder“

Die Position von „Schotterbaron“ zu all dem finden Sie im  erwähnten Erstbericht, siehe Link oben. 

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