29.12.2021 19:00 |

AK-Umfrage zeigt

Impfpflicht teilt die Salzburger Bevölkerung

Eine aktuelle Umfrage der Arbeiterkammer zeigt die Spaltung der Salzburger bei der Frage der Impfpflicht. Knapp die Hälfte der Arbeitnehmer befürwortet sie, die andere Hälfte lehnt sie ab. Deshalb fordert AK-Präsident Peter Eder nun zumindest eine Verschiebung und gelindere Maßnahmen.
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Die Zahlen der Arbeiterkammer-Umfrage sprechen eine deutliche Sprache: Die von der Bundesregierung angekündigte Impfpflicht teilt die Salzburger deutlich in zwei Lager. Von den 533 befragten AK-Mitgliedern befürworten 47 Prozent den Regierungsplan, 49 Prozent lehnen ihn ab. Die Schwankungsbreite der vom „Institut für empirische Sozialforschung“ durchgeführten Umfrage beträgt vier Prozent.

Angesichts dieser Zahlen ist für AK-Präsident Peter Eder klar: „Ich bin kein Impfpflicht-Befürworter zum jetzigen Zeitpunkt.“ Er fordert mehr Anstrengung in Sachen Aufklärung. Diese solle „so arbeitsplatznahe wie möglich“ erfolgen, auch ein verpflichtendes Aufklärungsgespräch kann er sich vorstellen. Das müsse aber vor Einführung der Impfpflicht passieren. 

Ein weiteres interessantes Detailergebnis: 59 Prozent der Nicht-Geimpften nennen als Grund für die Ablehnung der Impfung die Angst vor Nebenwirkungen und, dass die Impfung zu wenig erforscht sei. Eder dazu: „Diese Menschen stehen noch im Warteraum, die Politik muss sich überlegen, wie man sie abholen kann.“ Ebenfalls interessant: Bei weitem nicht nur Ungeimpfte lehnen die Impfpflicht ab. Denn 76 Prozent der befragten Arbeitnehmer haben bereits zumindest eine Impfung erhalten.

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