22.12.2021 22:29 |

„Spatzen pfeifen es“

Meinl-Reisinger sieht nächsten Lockdown kommen

NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger sieht Österreich in den nächsten Corona-Lockdown schlittern. Sie hoffe es zwar nicht, aber „die Spatzen pfeifen es von den Dächern“, erklärte sie am Dienstag. Grund dafür ist einmal mehr die Omikron-Variante des Virus. Sie plädierte dabei aber für ein möglichst ausgewogenes Maßnahmenpaket, um der neuen Mutation entgegenzuwirken.

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Nach wie vor gelte, dass auch Fehlentscheidungen getroffen werden können „dafür habe ich Verständnis“, richtete Meinl-Reisinger im Interview mit der „ZiB 2“ den Regierungsmitgliedern aus - man müsse aber eine gute Balance finden und etwa die psychische Gesundheit der jungen Bevölkerung, die gesamtgesellschaftliche Gesundheit (etwa notwendig gewordene Verschiebungen von Operationen), aber vor allem auch Bildungsfragen berücksichtigen.

Krisenstab könnte „Fleckerlteppich“ beenden
Grundsätzlich positiv sieht die NEOS-Chefin dabei die Idee des GECKO-Krisenstabs der Bundesregierung. Dies sei „jedenfalls einmal gut“, um den „Flecklerteppich“ an Corona-Regeln im Land zu beenden. Darüber hinaus sei ein solcher Expertenrat schon länger eine Forderung der NEOS gewesen.

Den Erfolg des Konsortiums werde man aber in Zukunft sehen. Hierbei sei insbesondere das Spannungsfeld mit den politischen Akteuren wohl eine besonders große Herausforderung.

Kritik an Sperrstunde
Die ersten Empfehlungen des Konsortiums sieht die NEOS-Chefin jedenfalls nicht gänzlich gelungen. Besonders das Vorverlegen der Sperrstunde auf 22 Uhr mach epidemiologisch keinen Sinn. Es sei „nicht Fisch, nicht Fleisch“, stelle die Wirte vor zusätzliche Herausforderungen und verdränge vieles in den privaten Bereich, der nicht kontrolliert werden kann, so Meinl-Reisinger.

Vorsicht bei weiteren Einschränkungen
Mit Blick auf die bevorstehende Omikron-Welle drängte sie einmal mehr darauf, wegen möglicher weiterer Beschränkungen noch zuzuwarten, bis mehr über die Verläufe und etwaige Konsequenzen (etwa auch bei Geimpften und Genesenen) bekannt ist. Bis dahin sollen jedenfalls die Schulen weiterhin geöffnet bleiben.

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