12.12.2021 07:00 |

Heute Demo in Graz

Radikale Impf-Gegner: Warnung vor Anschlägen

Heute findet in Graz wieder eine Corona-Demo statt. Auch diesmal werden Tausende Teilnehmer erwartet. Seit der Ankündigung der Impflicht haben die Proteste starken Zulauf. Experten warnen aber vor allem vor der zunehmenden Gewaltbereitschaft, selbst Anschläge seien nicht ausgeschlossen. Die Polizei ist alarmiert.

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Dass die Demonstrationen von Rechtsextremen unterwandert werden, ist längst kein Geheimnis mehr. Während es in Wien bereits zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen ist, sind die Proteste in der Steiermark bisher friedlich verlaufen.

Menschen werden aufgehetzt
Doch auch hierzulande wird im Hintergrund gezündelt. Immer wieder werden ganz gezielt Fake News verbreitet. So wurde etwa kürzlich auf einem Nachrichten-Dienst behauptet, ein steirischer Polizist wäre nach der dritten Impfung gestorben. Doch damit nicht genug: Laut „Krone“-Informationen haben dessen Angehörige Anrufe von radikalen Gruppen bekommen, die sie rekrutieren wollten.

Maximilian Mitera, Polizeihauptkommissar aus Deutschland und Experte für Terrorismus und Extremismus, sieht „eine erhöhte Anschlagsgefahr“. Mitera war im Sommer für eine Fachtagung in der Murmetropole und beobachtet seitdem die Lage in unserem Bundesland genau.

Hass auf das System
Was viele Demonstranten eint, ist der Hass auf das System. Mitera rät dazu, dass potenzielle Gefährder gezielt vom Staatsschutz angesprochen werden. „Die Gefahr geht weitgehend von radikalisierten Einzelpersonen und Kleinstgruppen aus, die sich aufgrund der emotionalisierten Lage dazu berufen fühlen, Gewalttaten als legitimes Mittel anzuwenden“ - man müsse, wachsam sein, mahnt der Experte.

Ein Polizei-Insider, der anonym bleiben will, sieht das ähnlich: „Es geht nicht mehr ums Impfen.“ Auch er warnt: „Einen gewissen Teil der Gegner wird man umstimmen können, aber mit radikalen Einzeltätern muss man immer rechnen.“

Polizei beobachtet Lage sehr genau
Die heimischen Sicherheitsbehörden würden das nicht auf die leichte Schulter nehmen, betont Polizei-Sprecher Markus Lamb. „Die Demonstrationen sind im Blickpunkt.“ Nachsatz: „Jeder Teilnehmer sollte sich bewusst machen, dass er im Dunstkreis von radikalen Bewegungen unterwegs ist.“

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