04.12.2021 09:44 |

Fake News im Umlauf

Impf-Todesfälle erfunden: Steirer ausgeforscht

Ein steirischer Polizist sei kurz nach der dritten Corona-Impfung gestorben - diese Falschmeldung macht rasant die Runde, die steirische Polizei sah sich am Freitag zu einer Klarstellung genötigt. In einer zweiten Sprachnachricht wird darüber berichtet, dass acht Patienten eines Hausarztes nach Impfungen gestorben seien. Für diese Fake News ist ein 53-jähriger Murtaler verantwortlich, den die Polizei nun ausforschen konnte.

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Zwar ist tatsächlich ein 46-jähriger steirischer Polizist gestorben - allerdings hat er keine dritte Corona-Impfung erhalten, eine Obduktion hat zudem eine natürliche Todesursache festgestellt, wie die steirische Polizei betont.

Fast gleichzeitig zog eine weitere, 38 Sekunden lange Sprachnachricht auf Messenger-Diensten weite Kreise. Dabei gab ein Mann an, dass sein Hausarzt und privater Freund seinen Patienten insgesamt 146 Corona-Impfungen verabreicht hätte. Dabei seien 16 Impfschäden aufgetreten, acht Personen wären danach gestorben. Zudem hätten zwei Personen ein Spenderherz benötigt. Einige Frauen hätten sogar ihre Kinder verloren bzw. seien zur Welt gekommene Kinder schwer behindert gewesen. Der angesprochene Arzt hätte daraufhin seine Praxis geschlossen.

Der Mediziner aus Spielberg sah sich bereits am Freitag gezwungen, sich auf seiner Webseite von der Audiodatei zu distanzieren. Er habe Strafanzeige gegen die noch unbekannte Person erstattet.

Frühpensionist ist geständig
Nun ist der Urheber aber bekannt. Kriminalisten der Polizeiinspektion Knittelfeld forschten rasch einen 53-jährigen Murtaler aus. Der im Bezirk bereits polizeibekannt Frühpensionist zeigte sich bei seiner Einvernahme am Freitagabend geständig, die beiden Sprachnachrichten in Umlauf gebracht zu haben.

Er sei sich der Tragweite seiner Nachrichten jedoch nicht bewusst gewesen und habe lediglich auf Internetplattformen geäußerte Nebenwirkungen der Corona-Impfung mit seiner persönlichen Einstellung untermauert. Die Sprachnachrichten hätte er dann an Dritte weitergeleitet. Schaden hätte er jedoch niemandem wollen. Der 53-Jährige wird der Staatsanwaltschaft Leoben angezeigt.

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