Reifen löste sich

„Gott sei Dank haben wir diesen Unfall überlebt“

Da hätte es auch Tote geben können: Im Lainbergtunnel auf der A 9 bei St. Pankraz löste sich ein Reserverad von einem Sattelanhänger und stieß gegen den Wagen von Danijela Dujakovic (36) aus Linz.
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Schutzengel im Stress: Ein Kroate (45) lenkte seinen Lkw auf der Pyhrnautobahn durch St. Pankraz Richtung Graz. Im Lainbergtunnel, wo wegen einer Baustelle Gegenverkehr herrscht, brach am Sattelanhänger die Aufhängung des Reserverades. Der Reifen löste sich, stürzte auf die Straße, schleuderte Richtung Gegenfahrbahn und stieß mit voller Wucht gegen die Front eines Audi A 3, der von Danijela Dujakovic (36) aus Linz gelenkt wurde. Durch den Aufprall schleuderte der Reifen wieder retour und prallte gegen das Auto eines 22-Jährigen aus dem Bezirk Kirchdorf.

„Ich hab alles richtig gemacht, aber umsonst“
„Es war ein Horror. Ich bin mit viel Abstand gefahren, nicht zu schnell und hatte null Promille. Ich hab’ alles richtig gemacht, aber das hat mir nichts geholfen“, sagt Dujakovic: „Als der Reifen auf mich zugekommen ist, hab’ ich noch gebremst, aber es hat nichts mehr genutzt. Ich hätte auch nicht ausweichenkönnen: rechts war die Tunnelwand, links sind Lkw gefahren Meine Tochter Nika, sie ist acht Jahre alt, ist hinten gesessen. Sie war gerade am Einschlafen und ist mit dem Kopf gegen die Glasscheibe geprallt und hat eine Beule. Sie war total erschrocken und hat sehr geweint, war aber sonst zum Glück unverletzt.“

Zur Kontrolle ins Krankenhaus
Die Linzerin kam mit ihrem schwer beschädigten Audi im Tunnel zum Stillstand. Eine Streife der Autobahnpolizei Klaus, die unmittelbar dahinter fuhr, setzte sofort die Rettungskette in Gang. Mutter und Tochter wurden zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht. Der Lenker des Schwerfahrzeuges hatte der den Vorfall nicht bemerkte, fuhr weiter und bemerkte erst einige Kilometer später, dass das Ersatzrad weg war.

„Die Chauffeure müssen doch alles kontrollieren“
Genau diese Tatsache regt verständlicherweise Danijela Dujakovic gewaltig auf: „Mein Bruder ist auch Lkw-Fahrer. Ich weiß genau, die müssen vor jeder Fahrt kontrollieren, ob alles gut befestigt ist.“ Ihr Audi ist ein Totalschaden, Kühler und Getriebe sind im Eimer. Dennoch ist Dujakovic dankbar, das der Unfall ohne gröbere Blessuren abging: „Das war direkt ein kleines Weihnachtswunder.“

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