In der Pandemie

Oberösterreicher entdeckten die Liebe zum Land

Ausgedünnte Gemeinden und eine lange Warteliste für Wohnungen in der Stadt: Damit hat die Corona-Krise aufgeräumt. Die seit Jahrzehnten vorherrschende Landflucht hat sich ins Gegenteil verkehrt. Im Vorjahr nahm die Bevölkerung nur in Linz und in Steyr ab, der ländliche Raum ist als Wohnort wieder attraktiv geworden.
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Michaela Langer-Weninger (ÖVP), die seit wenigen Wochen als Landesrätin für die Gemeindefinanzen zuständig ist, spricht von einer „Trendwende“: Die Landflucht sei kein Thema mehr, Gemeinden mit weniger als 5000 Einwohnern seien im Vorjahr stärker gewachsen als größere Städte.

Breitbandausbau wird forciert
„Die Renaissance des ländlichen Raums als attraktiver Wohnraum – und dank Teleworking auch wieder als Arbeitsplatz – stärkt unsere Gemeinden, fordert sie aber auch“, räumt Langer-Weninger ein. Den Themen Kinderbetreuung und Pflege werde eine noch höhere Priorität als bisher zukommen müssen, schlussfolgert sie. Breitbandausbau für ein funktionierendes Home-Office sowie Klimaschutzprojekte in den Gemeinden sollen forciert werden.

Auf die Entwicklung der Grundstücks- und Immobilienpreise hat das Phänomen der Stadtflucht übrigens noch keine spürbaren Auswirkungen. Zwar stiegen die Durchschnittspreise 2020 insgesamt an, besonders hoch waren sie laut Statistik Austria aber im urbanen Raum und in Tourismuszentren.

Christian Ortner
Christian Ortner
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