06.12.2021 12:55 |

Wegen Blümel-Rückzug

Nächste prominente ÖVP-Politikerin tritt zurück

Nach den Rochaden der Volkspartei auf Bundesebene gibt es nun einen weiteren Rücktritt bei der ÖVP. Die nicht amtsführende Stadträtin und Landesgeschäftsführerin Bernadette Arnoldner zieht es in die Privatwirtschaft, wie sie am Montag bekannt gab. Die 43-Jährige galt als enge Vertraute des ehemaligen Finanzministers Gernot Blümel und zog nach der Wien-Wahl im Vorjahr auf einen der beiden VP-Sitze im Stadtsenat.

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Die 43-jährige Wienerin war seit Dezember 2017 Parteimanagerin. Die Ereignisse der vergangenen Tage hätten sie nun ihrer persönlichen Entscheidung bestärkt, ihre Ämter zurückzulegen und sich wieder verstärkt der Privatwirtschaft zu widmen, begründete sie ihre Entscheidung. Vor allem der Rückzug von (Finanzminister und Wiener ÖVP-Chef, Anm.) Gernot Blümel habe diesen Schritt bekräftigt.

„Außerdem soll der neue designierte Landesparteiobmann natürlich auch sein Team selbst wählen können.“ Seit vergangenem Freitag ist der ÖVP-Nationalratsabgeordnete Karl Mahrer Chef der Landespartei.

Zusammenarbeit mit Blümel „wunderbar“
Für eine Übergangszeit bleibe sie dem Team der Volkspartei erhalten und unterstütze eine geregelte Übergabe, hieß es. „Vor knapp vier Jahren hat mich Gernot Blümel zum Schritt aus der Privatwirtschaft in die Politik bewegt. Die Zusammenarbeit mit ihm war eine wunderbare Erfahrung für mich, in der ich politisch und menschlich viel von ihm gelernt habe. Das Highlight war wohl die Gemeinderatswahl 2020, mit einem nach über 30 Jahren historischen Erfolg auf Platz 2 und 20,4 Prozent und einer Verdoppelung der Stimmen. Sein Rückzug bedeutet für mich einen Verlust eines ausgezeichneten Chefs“, sagte Arnoldner.

Mahrer zollte der scheidenden türkisen Politikerin Dank und Anerkennung: „Ich habe großes Verständnis und akzeptiere die persönliche Entscheidung von Bernadette Arnoldner wieder zurück in die Privatwirtschaft zu gehen. Sie konnte in den letzten vier Jahren ihre Expertise als Managerin, vor allem für die letzten drei Wahlkämpfe, in Wien einbringen.“

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