30.11.2021 12:32 |

Ungeimpfte unerwünscht

Burgenland: 2G gilt auch bei der Feuerwehr

In Kärnten gibt es einen Aufschrei bei vielen Bergrettern, weil sie nur noch genesen oder geimpft Verunfallten helfen dürfen. Aber auch bei den Feuerwehren im Burgenland wird es schwierig.

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Die Pandemie hat das ganze Land fest im Griff. 3 G gibt es am Arbeitsplatz, in vielen Bereichen aber wird nur noch 2 G toleriert. So auch bei den freiwilligen Feuerwehren.

2G in Feuerwehrschule
Zumindest in der Landesfeuerwehrschule wurde das vor dem Lockdown auch strikt eingehalten. Zu den Kursen durften nur Florianis kommen, die entweder genesen oder geimpft waren. „Das wäre aber auch gar nicht anders möglich, weil wir ja Leute aus dem ganzen Burgenland hier haben und die Kursteilnehmer mehrmals wöchentlich wechseln“, so Richard Prunner vom Landesfeuerwehrkommando.

Seit dem Lockdown ist die Schule überhaupt geschlossen. Danach wird man – höchstwahrscheinlich – auch mit der 2G-Regel weiter arbeiten. Ähnlich ist es bei den Feuerwehren in den Gemeinden.

2G bei Einsätzen
Auch hier gilt: Die Kameraden müssen genesen oder geimpft sein, um in den Einsatz gehen zu dürfen. Hier wird es allerdings nicht ganz so streng gesehen. „Der jeweilige Kommandant hat die Möglichkeit, alle Kameraden nachzualarmieren“, so Prunner.

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Wenn die Einsatzbereitschaft nur mit Leuten, die geimpft oder genesen sind, nicht gegeben ist, kann der Kommandant reagieren und alle Feuerwehrmänner holen.

Richard Prunner

„Wenn die Einsatzbereitschaft nur mit Leuten, die geimpft oder genesen sind, nicht gegeben ist, kann der Kommandant reagieren und alle Feuerwehrmänner holen“, so Prunner. Laut ihm gebe es bis jetzt aber keine Meldungen, dass es Schwierigkeiten mit der Einsatzbereitschaft gegeben habe.

Wie viele Kameraden jetzt unfreiwillig „ruhend gestellt“ sind, weiß er nicht. „Diese Info kriegen wir nicht herein“, so Prunner.

Alle von Einsatzmannschaft geimpft
Bei der Feuerwehr in der Landeshauptstadt gibt es definitiv kein Problem. „Alle aus der Einsatzmannschaft sind geimpft“, weiß Philipp Dorner. „Bei uns stellt sich diese Frage also gar nicht.“ Hier haben viele Kameraden gleich die Möglichkeit ergriffen, sich über die Feuerwehr impfen zu lassen, andere haben sich privat „zum Stich“ begeben. Bei den Eisenstädtern versucht man, ganz auf Nummer sicher zu gehen, indem auch bei Einsätzen die FFP2-Maskenpflicht gilt.

Übrigens: Im Burgenland gibt es insgesamt 310 freiwillige Feuerwehren mit 17.280 Mitgliedern. Das sind Aktive, Reserve und Jugend gemeinsam. Aktiv sind 13.870 Kameraden. Theoretisch. Derzeit sind es unfreiwillig wohl ein paar weniger.

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