27.11.2021 20:11 |

Rückkehrer isoliert

Omikron: Fälle in München und Mailand bestätigt

Die jüngste Variante des Coronavirus hat nun auch Österreichs Nachbarländer Deutschland und Italien erreicht. Wie der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Samstag mitteilte, sei die Omikron-Mutation bei zwei Personen in München festgestellt worden. Sie seien am Mittwoch mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen und nach einem positiven PCR-Test seit Donnerstag in häuslicher Isolation, hieß es vom bayerischen Gesundheitsministerium. Am Abend teilten die italienischen Behörden mit, dass ein Flugpassagier in Mailand positiv auf die möglicherweise gegen die Impfung resistente Variante getestet worden war.

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Alle drei Passagiere waren schon vor einigen Tagen aus Afrika eingereist. Die beiden Fluggäste in München seien am Mittwoch mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen, sagte Holetschek. Sie befanden sich seit Donnerstag nach einem positiven PCR-Test in häuslicher Isolation, hieß es. Der Passagier in Italien sei „vor einigen Tagen“ aus Mosambik eingereist und positiv getestet worden, meldete die Nachrichtenagentur ANSA. Er sei im süditalienischen Kampanien ansässig.


Hessens Sozialminister Kai Klose hatte am Nachmittag via Twitter verkündet, dass die neue Omikron-Variante des Coronavirus „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ in Deutschland angekommen sei. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika seien mehrere für Omikron (auch als B.1.1.529 bezeichnet, Anm.) typische Mutationen gefunden worden.

„Es besteht also ein hochgradiger Verdacht, die Person wurde häuslich isoliert. Die vollständige Sequenzierung steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus“, twitterte der in Hessen auch für Gesundheit zuständige Minister. „Bitte schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen. Wenn Sie in der letzten Woche aus dem südlichen Afrika zurückgekehrt sind, schränken Sie Ihre Kontakte ein und lassen sich testen!“, so Klose weiter.

Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Omikron-Variante wurde am Freitag von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die neue Variante hat, steht allerdings noch nicht fest. Bis es darüber Klarheit gebe, kann es laut WHO noch Wochen dauern.

In Großbritannien war die neue Variante am Samstag ebenfalls bei zwei Reiserückkehrern aus dem südlichen Afrika bestätigt worden. In Tschechien besteht dem Nationalen Institut für öffentliche Gesundheit zufolge der Verdacht, dass eine Person, die sich in Namibia aufgehalten hatte, mit B.1.1.529 infiziert haben könnte. Auch Belgien, Israel, Hongkong und Botswana haben Omikron-Fälle gemeldet.

Experte: „In ein, zwei Wochen in Österreich“
Der Virologe Norbert Nowotny erwartet, dass die neue Corona-Variante Omikron „in ein, zwei Wochen“ auch in Österreich ankommen wird. Grund dafür sei, dass der veränderte Erreger sich schon einige Zeit in Südafrika ausgebreitet hat und möglicherweise durch Touristen nach Europa gebracht wurde.

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