27.11.2021 19:00 |

„Krone“-Tipps

Tierische Ausreißer: So finden sie nach Hause

Verschwundene Haustiere bereiten auch Menschen in Wien große Sorgen. Die „Krone“ hat Tipps, es zu verhindern.

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Katzen, die in einem unbeobachteten Moment durch die Wohnungstür entwischen oder versehentlich in der Gerätehütte des Nachbarn eingesperrt sind. Hunde, die aus dem Garten ausbüxen oder beim Spaziergang einer läufigen Hündin nachrennen – wenn das geliebte Haustier verschwindet, ist das ein Horrorszenario für jeden Tierhalter.

Laut dem Veterinäramt der Stadt Wien (MA60) sind voriges Jahr exakt 2403 tierische Ausreißer der Stubentiger und der besten Freunde des Menschens in der Bundeshauptstadt wieder gefunden worden. Die tatsächliche Zahl der vermissten Tiere ist weit höher.

Tiere finden oftmals alleine nicht mehr heim
Denn: Zahlreiche entlaufene Vierbeiner finden den Weg gar nicht mehr nach Hause. Oftmals liegt es daran, dass manche Haustiere immer noch nicht gechippt und in einer österreichweiten Datenbank registriert sind! Seit 2008 gilt für alle Hunde in Österreich die Chip-Pflicht. Aktuell müssen Zuchtkatzen gechippt und registriert sein. Es ist jedoch ratsam, auch Haus- und vor allem Freigängerkatzen mit einem Transponder zu kennzeichnen.

Eine immer beliebter werdende Möglichkeit schafft hier Tractive-Chef Michael Hurnaus: Weltweit sind bereits eine halbe Million Haustiere damit ausgestattet, in Österreich immerhin schon 30.000 Hunde und Katzen. Tendenz steigend! „Mit unserem Tractive-GPS-Tracker, der am Halsband befestigt werden kann, ist via gratis Handyapp immer ersichtlich, wo sich der Hund oder die Katze befinden“, sagte Hurnaus im Gespräch mit der „Krone“.

Mit tierischer Telepathie versucht es nun Hundebesitzer G. Brandstetter. Dabei soll jetzt die Wiener Tierkommunikatorin Marlene Bienert, die über die Gefühlsebene operiert, versuchen, seinen geliebten Hund „Laika“ wieder zu erreichen. Für Hinweise zu dem Vierbeiner sind übrigens auch 1000 Euro Finderlohn ausgelobt.

„Auf das Ausdrucksverhalten und die Körpersprache des Hundes achten“
Im Interview mit der „Krone“ gibt Hundetrainer Karl Weissenbacher wertvolle Tipps.

„Krone“: Warum entlaufen Hunde?
Karl Weissenbacher: Die häufigsten Gründe weshalb Hunde weglaufen sind: Jagdverhalten, unzureichende Auslastung bzw. Beschäftigung des Hundes, Läufigkeit und Panik.

Wie verhaltet man sich als Tierhalter?
Wichtig ist das Beobachten des Hundes während des Freilaufs, um zum Beispiel rechtzeitig jagdliches Verhalten zu erkennen und bei Bedarf den Hund an einer Schleppleine am Brustgeschirr zu führen. Bei Läufigkeit empfiehlt es sich, den Hund immer angeleint zu lassen. Einem Tier sollte man ausreichend Aufmerksamkeit schenken und es artgerecht fördern.

Was kann man präventiv machen?
Vorbeugend ist immer ein gutes Training für den Hund vor allem in Bezug auf Abbruchsignal und Rückruf angebracht. Der Halter sollte Ausdrucksverhalten und Körpersprache seines Hundes kennen.

Rat und Tat

  • So gehen Sie auf Nummer sicher: Lassen Sie ihr Tier chippen und registrieren Sie es in einer österreichischen Datenbank. https://heimtierdatenbank.ehealth.gv.at oder www.animaldata.com. Durch die eindeutige Kennzeichnung kann ein Tier, das entlaufen ist, gestohlen, ausgesetzt oder verletzt aufgefunden wird, dem Halter zugeordnet werden.
  • Vermisst oder gefunden: Wer in Wien ein Haustier gefunden hat oder vermisst, kann sich an die Hotline „Veterinäramt und Tierschutz, Fundservice für Haustiere“ wenden. Diese ist 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr unter der Telefonnummer 01/40008060 erreichbar. Alle in Wien aufgefundenen Vierbeiner kommen in die Obhut des TierQuarTier Wien: 01/7341102114.
  • Kostenfreie Suchanzeige in der „Krone“-Tierecke: Telefonnummer: 057060/23317, Mail: tierecke@kronenzeitung.at
  • GPS-Tracker für Haustiere: www.tractive.com
  • Tierkommunikation, Marlene Bienert: www.marlenebienert.at
Diana Zwickl
Diana Zwickl
Matthias Lassnig
Matthias Lassnig
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