19.11.2021 10:35 |

Kurz vor Hinrichtung

Oklahomas Gouverneur begnadigt Todeskandidat

Im US-Bundesstaat Oklahoma ist am Donnerstag der zum Tode verurteilte Häftling Julius Jones begnadigt worden. Die Begnadigung erfolgte nur wenige Stunden vor der geplanten Hinrichtung. Gouverneur Kevin Stitt folgte damit dem Rat eines Gremiums für Begnadigungen, das Zweifel an den Beweisen in dem Mordfall, der Jones zur Last gelegt wird, geäußert hatte.

Die Hinrichtung wurde rund vier Stunden vor der geplanten Vollstreckung gestoppt. Er habe seine Entscheidung nach „reiflicher Überlegung“ und nach einer Überprüfung der von allen Seiten vorgelegten Unterlagen getroffen, gab der Gouverneur via Twitter bekannt. Er habe beschlossen, die Strafe von Julius Jones in eine lebenslange Haft ohne die Möglichkeit auf eine Entlassung durch Bewährung umzuwandeln, so Stitt weiter.

Der heute 41-jährige Afroamerikaner Jones war vor 20 Jahren wegen Mordes an einem Geschäftsmann zum Tode verurteilt worden, weil er - so die Anklage - im Jahr 1999 einen Geschäftsmann erschossen haben soll. Die Beweise, die zu seiner Verurteilung führten, waren mehrfach angezweifelt worden. Jones (Bild unten) hatte immer wieder beteuert, der Mord sei ihm in die Schuhe geschoben worden.

Nach einer TV-Dokumentation über den Fall hatten sich mehrere Prominente - unter anderem Kim Kardashian - für Jones eingesetzt. Dadurch wuchs der öffentliche Druck auf den Gouverneur, die Hinrichtung des 41-Jährigen zu verhindern.

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