War mehr drinnen ...

Arnautovic nach 4:1-Erfolg: „Jetzt ärgert es mich“

Das 4:1 der österreichischen Nationalmannschaft am Montag in Klagenfurt gegen die Republik Moldau hat den miserablen Gesamteindruck der nun zu Ende gegangenen WM-Qualifikation nicht überdecken können. Mit Gruppen-Endrang vier hinter Dänemark, Schottland und Israel wurde das historisch schlechteste ÖFB-Abschneiden eingestellt - nur in der Quali für die Weltturniere 2018 und 1994 war man genauso schlecht. Dabei wäre zum Abschluss zumindest noch Platz drei möglich gewesen, am Ende scheiterte es aber im Vergleich zu Israel an der geringeren Anzahl von erzielten Toren. Daher trauerte Marko Arnautovic einem höheren Sieg gegen die Moldauer nach. „Jetzt ärgert es mich, dass wir nicht noch mehr Tore gemacht haben. Ich denke, es hätten noch mehr werden können. Es waren kleine Aktionen, die wir nicht zu Ende spielen konnten!“

Arnautovic absolvierte sein 96. Länderspiel, ist damit alleiniger Dritter in der ewigen Einsatzrangliste hinter Aleksandar Dragovic (98) und Andreas Herzog (103), und hält nach seinem Doppelpack gegen die Moldauer bei 32 ÖFB-Treffern. Mehr haben nur Hans Krankl (34) und Toni Polster (44) auf dem Konto. Während es die beiden österreichischen Sturm-Größen auf je zwei WM-Teilnahmen brachten, war Arnautovic noch nie bei einer Weltmeisterschaft dabei. Das soll sich im kommenden Jahr ändern. „Wir sind hochmotiviert und ich hoffe natürlich, dass dann wir wieder alle dabei sein können“, sagte Arnautovic mit Blick auf das WM-Play-off im kommenden März.

Lienhart mit Selbstkritik
Dann könnte es das ÖFB-Team mit Kalibern wie Italien oder Portugal zu tun bekommen, allerdings wären mit etwas Losglück auch Gegner möglich, die in Reichweite liegen. Die Auslosung erfolgt am 26. November in Zürich, Philipp Lienhart ist noch gelassen. „Ich habe keinen Wunschgegner. Wir müssen eh nehmen, was kommt“, sagte der Niederösterreicher. Sowohl gegen die Moldauer als auch am Freitag beim 4:2 über Israel kam Lienhart über die komplette Distanz zum Einsatz, wirklich zufrieden war er deshalb aber nicht. Vor allem das Gegentor am Montag nagte am Innenverteidiger. „Ich habe das Abseits aufgehoben. Da war ich nicht wach genug“, zeigte sich der Freiburg-Kicker selbstkritisch.

Immerhin sei vor allem die erste Hälfte gegen die Moldauer sehr zufriedenstellend gewesen. „Da hatten wir das Spiel unter Kontrolle und haben gar nichts zugelassen. In der zweiten Hälfte ist das Spiel ein bisschen auseinandergegangen, da waren dann mehr Räume. Da müssen wir schauen, dass wir eine bessere Restverteidigung haben und das Spielfeld nicht so groß werden lassen“, forderte Lienhart.

Belohnung im März?
Sein ÖFB-Kollege Louis Schaub stellte im November-Lehrgang eine Steigerung im Vergleich zu den teilweise völlig verkorksten Auftritten im September und Oktober fest. „Wir haben gewusst, wir haben ein bisschen was gutzumachen. Ich denke, das haben wir in den zwei Spielen ganz gut gemacht. Jetzt ist es ganz wichtig, dass wir uns im März belohnen und auch zur WM fahren können“, erklärte der Mittelfeldspieler.

Anderes Gesicht
Beim nächsten Lehrgang in über vier Monaten sollte der ÖFB-Kader ein anderes Gesicht haben. Bis dahin werden etwa die in Klagenfurt verletzt fehlenden bzw. nicht einsatzfähigen Christoph Baumgartner, Stefan Lainer, Konrad Laimer, Xaver Schlager und Sasa Kalajdzic zurückerwartet.

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Donnerstag, 09. Dezember 2021
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