25.10.2021 06:00 |

Sputnik und Co.

Rund 1100 Impfungen mit EU-„fremden“ Vakzinen

Sputnik, Sinovac und Co.: Mit nicht in der EU zugelassenen Vakzinen sind nur wenige Menschen in Österreich immunisiert - zumindest wurden derartige Impfungen kaum in den E-Impfpass eingetragen.

Wer im Ausland mit Sputnik und Ähnlichem geimpft wurde, kann das hierzulande im E-Impfpass nachtragen lassen. Wohlgemerkt: Ein Impfzertifikat gibt es dafür natürlich nicht. Wie viele Leute konkret mit nicht in der EU zugelassenen Vakzinen gestochen wurden, gibt die Statistik nicht her. Wohl aber, wie viele solcher Impfungen bei uns nachgetragen wurden: Sie fallen in die Kategorie „nicht zugeordnet“. Und das sind bisher rund 1100, so das Gesundheitsministerium auf „Krone“-Anfrage.

Was Zweit- bzw. Drittstiche nach Impfungen mit nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen anbelangt, braucht man sich aber nicht sorgen: Jeder, der möchte, bekommt hierzulande auch einen Folgestich – aber natürlich nur mit zugelassen Vakzinen. Dabei handelt es sich dann logischerweise um einen „Off-Label-Use“, also um eine Anwendung der Impfstoffe außerhalb deren eigentlicher Zulassung.

Heuer keine Entscheidung über Sputnik-Zulassung
Was eine mögliche Zulassung von Sputnik auch in der EU betrifft: Dazu wird es heuer wohl keine Entscheidung seitens der EU-Arzneimittelbehörde EMA mehr geben können. Denn nach wie vor fehlen entscheidende Unterlagen zum russischen Vakzin, die die Hersteller noch nicht vorgelegt haben – es aber zumindest heuer noch wollen, wie es heißt.

Doch selbst für eine EMA-Entscheidung im ersten Jahresquartal 2022 müssten die erforderlichen Unterlagen noch bis Ende November bei den Behörden eintrudeln.

Silvia Schober
Silvia Schober
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