Laser-Know-how gefragt

Luxusuhrenhersteller bauen auf Marchtrenker

„Welcome“, steht auf dem Schriftzug aus buntem Acrylglas direkt neben dem Eingang zur Trotec-Zentrale. Der erste Willkommensgruß des Lasermaschinen-Herstellers ist zugleich ein Schauobjekt über die Leistungsstärke der Marchtrenker. Die Megatrends Personalisierung und Rückverfolgbarkeit treiben die Nachfrage.

Die vier größten Schweizer Luxusuhrenhersteller, ein Sonnenbrillenproduzent aus den USA, die Mobiltelefon-Industrie in Asien, die Auto-Branche, die etwa Motoren und Bremsbeläge beschriftet - die Kundenliste von Trotec ist nicht nur mit Kalibern gespickt, sondern auch breit aufgestellt. Kein Wunder: Denn wer zum Beschriften, Schneiden oder Gravieren auf Lasertechnologie baut, kommt an den Marchtrenkern kaum vorbei.

Mehr als 30.000 Anlagen des von Andreas Penz geführten Unternehmens sind in 90 Ländern weltweit im Einsatz. Pro Jahr kommen weitere 3500 Maschinen dazu, die vorwiegend in Oberösterreich zusammengebaut werden. Im Bereich der Architektur setzen Elite-Unis weltweit zum Modellbau auf das Trotec-Know-how: darunter die ETH Zürich, Cambridge, das MIT in den USA und die Bauhaus-Universität in Weimar.

Personalisierung und Rückverfolgbarkeit befeuern Nachfrage
Im Medizinbereich wird der Anlagenbauer zum Werkzeug in der Forschung: „Schweineblasen werden mit Laser geschnitten“, erzählt Penz. Die Megatrends Personalisierung und Rückverfolgbarkeit befeuern die Nachfrage. Zweiteres ist etwa bei Produktionsmängeln hilfreich - „und bei Medizin-Implantaten“, so Penz. Auch in die Welt der Drucke und der Textilien wagt sich die Unternehmensgruppe Trotec, die weltweit rund 700 Mitarbeiter beschäftigt, immer weiter vor.

Von
Barbara Kneidinger
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Sonntag, 05. Dezember 2021
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