16.10.2021 10:41 |

DNA-Probe eingeschickt

Villach-Heiligengeist: Wolfssichtung, totes Kalb

Aufregung herrscht im Villacher Stadtteil Heiligengeist. Landwirt Andreas Steiner hatte vor einer Woche nur mehr Teile eines zwei Tage alten Kalbes auf der Weide in der Nähe seines Hofes gefunden. Ein Jäger hatte in der Nähe einen Wolf gesichtet. Deshalb wurden DNA-Proben genommen. „Das Ergebnis bekomme ich Ende nächster Woche“, erklärt Steiner.

„Es waren nur mehr der Kopf, das Rückgrat und die Beine übrig. Das war kein schöner Anblick“, berichtet Landwirt Andreas Steiner, der in Heiligengeist seinen Hof mit Mutterkuhhaltung, Mutterschafhaltung und Norikern betreibt. „Meine Tiere sind nur über den Winter im Stall. Bis in den November hinein sind alle auf der Weide. Sechs Mutterkühe bekommen noch Kälber und auch bei den 30 Mutterschafen kommen noch Lämmer auf die Welt“, ist Steiner nun besorgt.

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Meine Tiere waren tagelang unruhig.

Landwirt Andreas Steiner

Er halte seine Tiere immer so lange wie möglich im Freien, sonst wird es über den Winter mit dem Futter knapp. Auch die Kälber bleiben acht bis neun Monate bei den Müttern. Bei dem erst zwei Tage alten Kalb hatte das Raubtier leichte Beute.

„Wie wird das weitergehen?“
„Meine Tiere waren tagelang unruhig. Auch Rehe waren keine mehr zu sehen und beim Nachbarn sind die Pferde sogar ausgebrochen“, erklärt der Landwirt und hofft, dass das nicht noch einmal vorkommt. „Alle reden immer von Herdenschutz. Für Herdenschutzhunde ist zu wenig Platz und kann schwer eine Mauer um meinen Hof ziehen. Wie wird das weitergehen? Ich kann und will meine Tiere nicht einsperren!“

Ein Jäger vermutet, dass es sich um den Wolf vom Dobratsch handeln könnte. Erst im September wurden auf dem beliebten Hausberg von Villach gerissene Gämsen entdeckt. Experten vermuten, dass es im nächsten Jahr zu einer Wolfsrudelbildung kommen könnte.

Claudia Fischer
Claudia Fischer
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