"Das Engagement hat nicht gepasst. Das Positive ist, dass wir am Dienstag gleich wieder die Chance haben, alles gut zu machen. Die Türken haben viel mehr Druck. Wir haben eigentlich nichts zu verlieren", so Maierhofer weiter.
Das ÖFB-Team wirkte in der Offensive trotz mehr Ballbesitzes planlos, dazu in der Defensive fehleranfällig. "Es war der Wurm drinnen - von hinten bis ganz nach vorne", meinte Kapitän Marc Janko, der die einzige Großchance vergeben hatte, nachdem er glücklich an den Ball gekommen war (11.). "Ich hätte natürlich früher schießen müssen", gestand der Stürmer, der in der Startelf den Vorzug gegenüber Stefan Maierhofer erhalten hatte.
Pfiffe gegen Janko
Bei seinem Austausch in Minute 54 wurde Janko, der sich neben seinem Mittelhandbruch auch leicht an der Schulter lädierte, mit einem Pfeifkonzert bedacht. Der Kapitän sprach von einer leichten Verunsicherung im Team, die gerade für junge Spieler schwer abzuschütteln sei. "In der Türkei wird es aber ein ganz anderes Spiel von der Ausgangslage her", erklärte Janko. Daher könnte an seiner Stelle auch Maierhofer in der Startformation stehen.
"Wir haben uns viel ruiniert, die Euphorie hat einen Dämpfer bekommen", sagte Jankos Ersatzkapitän Christian Fuchs. "Wir haben keinen Plan gehabt. Es ist eine Disziplinlosigkeit, wenn in der Defensive Zonen nicht eingehalten werden", kritisierte der Außenverteidiger. "Da muss sich jeder bei der eigenen Nase nehmen."
Pogatetz glaubt an Mini-Chance
In der Türkei werde es noch schwerer, betonte Fuchs. "Die Ausgangsposition hat sich klar verschlechtert. Das war ein schwerer Rückschlag, aber wir wollen unsere Mini-Chance wahren", versicherte Nebenmann Pogatetz. Ein Punkt sei das Ziel, ergänzte Martin Harnik. "Wir haben eine große Chance liegengelassen, aber es ist noch nichts verloren", betonte der Flügelspieler. "Wir brauchen jetzt nicht den Kopf in den Sand zu stecken."
Wird in Istanbul nicht zumindest gepunktet, würde wohl auch Teamchef Dietmar Constantini schwer in Bedrängnis geraten. Die Spieler sind sich der Situation bewusst. "Wir müssen realistisch bleiben. In der Türkei ist es noch um ein Hauseck schwerer als zu Hause gegen Belgien", betonte Abwehrchef Emanuel Pogatetz.
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