02.10.2021 22:46 |

„Wird nicht toleriert“

Wien: Polizei ermittelt wegen Vorfall bei Demo

Bei der linken Gegendemonstration gegen die Wiener Corona-Demonstration soll es am Samstagnachmittag zu einem Vorfall mit einem Polizeibeamten gekommen sein. In sozialen Medien wurden Videos verbreitet, auf denen zu sehen ist, wie ein Polizist einen Demonstranten stößt, der daraufhin über ein Fahrrad stürzt und dann - auf dem Boden liegend - noch einmal von diesem Beamten getreten wird. Die Wiener Polizei teilte daraufhin mit, gegen den Beamten zu ermitteln.

„Das Verhalten des Kollegen ist für uns nicht nachvollziehbar und wird von uns nicht toleriert. Daher wurden die Ermittlungen aufgenommen“, hieß es von der Landespolizeidirektion Wien auf Twitter. In einer später versendeten Aussendung ging die Polizei nicht auf den Vorfall ein, berichtete aber von einem „konsequenten Einschreiten“ ihrer Beamten, um eine Störung der Corona-Demo durch Gegendemonstranten zu verhindern. Es habe eine Festnahme gemäß Strafprozessordnung sowie mehrere gerichtliche und verwaltungsrechtliche Anzeigen gegeben. Verletzte Personen seien keine gemeldet worden.

Verwüsteten Coronaleugner ein Kaffeehaus?
Für Aufregung hatten zuvor bereits Berichte gesorgt, wonach ein, wie es auf Twitter hieß, „Neonazi-Schlägertrupp“ ein Kaffeehaus in der Nähe der Universität Wien demoliert haben soll, in das sich Gegendemonstranten geflüchtet hatten. Außerdem sollen aus den Reihen der Corona-Maßnahmengegner Wurfgeschosse in Richtung der Gegendemonstranten geflogen sein.

Aus Sicht der Polizei haben die vom Votivpark auf Fahrrädern gekommenen Gegendemonstranten im Bereich der Karlskirche versucht, „zu der rechtmäßig abgehaltenen Versammlung im Resselpark vorzudringen, um diese offensichtlich zu stören“. Wie es in einer Aussendung der Polizei am Samstagabend hieß, wurden dabei pyrotechnische Gegenstände gezündet und geworfen. „Dank dem konsequenten Einschreiten der Einsatzkräfte konnte ein Aufeinandertreffen der rivalisierenden Gruppen verhindert werden.“

Polizei: Demo endete „ohne relevante Vorfälle“
Die Polizei berichtete, dass sie die Demonstranten vom Christian-Broda-Platz in Wien-Mariahilf auf der vorgegebenen Route bis zum Resselpark in Wien-Wieden begleitet habe. Nach der dortigen Abschlusskundgebung habe die Veranstaltung „ohne relevante Vorfälle“ geendet.

Zur ebenfalls angezeigten Gegendemonstration hatten sich zu Mittag im Votivpark in Wien-Alsergrund rund 150 Personen versammelt, unter ihnen auch vermummte Anhänger der sogenannten „Antifa“, berichtete die Polizei. Zur von Augenzeugen verbürgten Teilnahme rechtsextremer Personen an der anderen Demonstration machte die Polizei keine Angaben.

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