Wettbewerbsverzerrung?

2G-Regel: Rapids organisierte Fanszene streikt

In London durften gestern rund 1200 Rapid-Fans erstmals seit über zwei Jahren in der Europa League auswärts wieder Stimmung machen, am Sonntag wird es daheim in Hütteldorf - unabhängig vom Ausgang gegen WSG Tirol - wieder leise(r) sein. Klingt kurios, aber ab sofort ist in Wien die 2-G-Regel in Kraft. Die organisierte Fan-Szene streikt.

Die 2G-Regel bedeutet für den Fußball in Wien konkret: Anhänger dürfen nur geimpft oder genesen ins Stadion. Für Grün-Weiß (und auch die Austria) ein Dilemma. Einige wittern sogar eine Wettbewerbsverzerrung, weil etwa in Graz oder Salzburg diese Verordnung nicht gilt.

Streik trotz offenem Block West
Wie viele Fans kommen, ist fraglich - 10.000 werden erhofft. Weit unter Rapids Schnitt, aber vor allem Familien könnten geschlossen verzichten, wenn ihre Kinder (über 12 Jahre) noch nicht geimpft sind. Die organisierte Fanszene wird in Wien, nicht auswärts, aus „Solidarität“ (alle oder keiner) streiken, auch wenn der Block West - also die Tribüne - offen ist. Denn es gibt ja kein Veranstaltungsverbot. Mittels „Tauschbörse“ und Karten-Übertragung versucht der Klub nun die Abonnenten zu „entschädigen“. Auch für die Partie gegen Dinamo Zagreb.

Eine Rückerstattung kann es aber nicht geben, da Rapid nicht kontrollieren darf, weshalb ein Fan trotz Karte nicht kommt. Es könnte ja auch nur aus Frust über die sportliche Schieflage sein

Rainer Bortenschlager
Rainer Bortenschlager
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Montag, 25. Oktober 2021
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