17.09.2021 08:27 |

UNESCO-Biosphärenpark

„Amazonas Europas“ erstreckt sich über Österreich

Mit der UNESCO-Anerkennung des „Biosphärenpark Mur-Drau-Donau“, dem ersten fünf Länder übergreifenden Biosphärenparks der Welt, entsteht Europas größtes Flussschutzgebiet. Es erstreckt sich über 700 Kilometer entlang der Mur, Drau und Donau, reicht von Österreich über Slowenien, Kroatien und Ungarn bis nach Serbien und umfasst eine Gesamtfläche von 930.000 Hektar. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) sprach von einem „Meilenstein im Naturschutz“.

“Der Biosphärenpark ist ein leuchtendes Erfolgsbeispiel für grenzüberschreitenden Naturschutz, der in Zeiten der Klimakrise und des Artensterbens zur Überlebensfrage wird“, sagte Andrea Johanides, Geschäftsführerin des WWF Österreich. Die Umweltschutzorganisation trieb die Etablierung des Schutzgebiets demnach in den vergangenen 20 Jahren maßgeblich voran.

Einzigartiges Ökosystem
“Der sogenannte ‘Amazonas Europas‘ gilt als die wertvollste zusammenhängende Flusslandschaft des Kontinents. Das Ökosystem beherbergt mit über 150 Brutpaaren die höchste Seeadlerdichte Europas und ist Rastplatz für mehr als eine Viertelmillion Wasservögel", so Johanides.

280.000 Hektar Auenlandschaften entlang der Flüsse
„Wir können jetzt durch das hochkarätige 5-Länder-Bündnis noch effizienter mit unseren Nachbarn zusammenarbeiten, um einen ökologischen Hochwasserschutz mit ‘nature-based solutions‘ voranzutreiben und gleichzeitig die wertvollen Auen- und Flusslandschaften mit ihrer einzigartigen Biodiversität zu erhalten“, so Köstinger. Das Herzstück des „5-Länder Biosphärenpark Mur-Drau-Donau“ bilden die geschützten 280.000 Hektar Auenlandschaften entlang der Flüsse.

Das Schutzgebiet entspricht weit mehr als der Gesamtfläche aller Nationalparks in Österreich oder der 30-fachen Fläche des Nationalparks Donau-Auen. Das Kerngebiet ist von einer Übergangszone im Ausmaß von rund 650.000 Hektar umgeben, die großes Potenzial für nachhaltige Land- und Forstwirtschaft sowie sanften Tourismus birgt. In der Region leben und arbeiten etwa 900.000 Menschen.

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