Der internationale Eishockeyverband (IIHF) hat den belarussischen Verbandspräsidenten und Lukaschenko-Vertrauten Dimitri Baskow für fünf Jahre gesperrt. Dem Entscheid ging eine zehnmonatige Untersuchung einer unabhängigen Disziplinarkommission voraus, in der festgestellt wurde, dass der Geschäftsmann und frühere Goalie gegen den Verhaltenskodex des Weltverbandes verstoßen hat.
Baskow, ein enger Vertrauter des umstrittenen belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko, wurde gleich in mehreren Punkten schuldig gesprochen. Die Kammer führte ausreichende Beweise dafür an, dass der 43-Jährige versucht hat, andere Personen direkt zu beeinflussen, um die belarussische Regierung zu unterstützen, und dass er Sportler in seinem Land aufgrund ihrer politischen Meinung bedroht und diskriminiert hat. Ebenfalls soll Baskow seine Position als Vertreter des Eishockeysports missbraucht haben, um Lukaschenko zu unterstützen.
Der ranghöchste Eishockeyfunktionär in Belarus war Ende 2020 im Zusammenhang mit der Protest-Bewegung gegen Präsident Lukaschenko in die Negativschlagzeilen geraten. Ihm wurde vorgeworfen, in den Vorfall um den gewaltsam zu Tode gekommenen Demonstranten Roman Bondarenko verwickelt gewesen zu sein. Untersuchungen ergaben nun, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass Baskow bei dem Tötungsdelikt anwesend war, es konnten jedoch keine Beweise für eine aktive Beteiligung Baskows an dem Angriff auf Bondarenko gefunden werden.
Die bis im September 2026 dauernde Sperre gilt für jegliche nationale und internationale Eishockeytätigkeiten.
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