06.09.2021 09:20 |

„Fordern Umdenken“

Wien: Klima-Aktivisten besetzen weitere Baustelle

Die Debatte um die umstrittene Stadtstraße in Wien ist um eine Protestaktion reicher. Am Montag in der Früh besetzten rund 70 Klima-Aktivisten eine weitere Baustelle nahe der Hausfeldstraße im Bezirk Donaustadt. Einmal mehr forderte das Bündnis von Fridays for Future, Extinction Rebellion, Jugendrat und System Change not Climate Change einen Baustopp.

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Eine Woche schon besetzen Klima-Aktivisten die Baustelle zur Stadtstraße Wien-Aspern. Die Straße soll die Seestadt an die Südosttangente anschließen und ist ebenso umstritten wie der Lobautunnel. Für die Polizei bleibt die Lage durch die neue Besetzung unverändert. Es wird kontrolliert, aber eine Räumung ist derzeit nicht vorgesehen, sagte eine Sprecherin der APA.

Weitere Blockade
Seit Montagfrüh blockieren nun die Gruppierungen Fridays for Future,
System Change, Jugendrat und Extinction Rebellion eine weitere Baustelle der geplanten Stadtstraße. „Denn wir können nicht zulassen, dass die Wiener Politik neue Straßen baut und eine klimafeindliche Zukunft vorantreibt!“, heißt es in einem Twitter-Posting.

„Unfassbar zynisch“
„Es ist in Anbetracht der Klimakrise unfassbar zynisch, eine Klimamusterstadt Wien zu propagieren und gleichzeitig eines der größten Straßenbauprojekte der jüngeren Geschichte als eine entlastende Klimamaßnahme darzustellen. Der Bau der Stadtstraße wird vor allem Arbeiterinnen und Arbeiter in den motorisierten Individualverkehr zwingen, obwohl weniger als die Hälfte der Haushalte überhaupt ein Auto besitzt und mehr öffentlicher Verkehr allen Menschen zugutekommen würde. Da stellt sich die Frage, für wen die Rückschrittskoalition Rot-Pink eigentlich Politik macht“, kritisierte Amina Guggenbichler von Fridays for Future.

Fordern sofortiges Umdenken“
Trotz des
Schulstarts werde die Bewegung gegen die Lobauautobahn und ähnliche Projekte immer stärker, hieß es seitens System Change: „Wir fordern ein sofortiges, radikales Umdenken der Verkehrspolitik!“

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