„Krone“-Kolumnist Reinfried Herbst analysiert den bisher sehr erfolgreichen Ski-Winter mit acht Siegen der heimischen Athleten. Der Salzburger, Slalom-Weltcupsieger 2010, sieht eine Personalie als wichtigen Baustein für den Aufwärtstrend, meint aber auch: „Es ist noch nicht alles Gold, was glänzt“.
Das erste Saisondrittel war für unsere Skifahrer positiv, besser, als man es erwarten durfte. Gerade die Anzahl an Siegen ist erfreulich. Die nicht nur auf die gute Stimmung im Team, sondern auch darauf zurückzuführen ist, dass unsere Siegläufer fit sind, wir mit Ausnahme von Stefan Eichberger von Verletzungen verschont geblieben sind. Davor ist keine Nation gefeilt – siehe die Schweizer Damen oder die Italienerinnen. Brechen die Leistungsträger weg, wirds für jede Nation schwer. Daher heißt es für uns: Demütig bleiben, hart weiterarbeiten. Das Highlight Olympia wartet schließlich erst! Aber zumindest können die Athleten beruhigt ins neue Jahr rutschen. Da war in der Vorsaison viel mehr Druck auf dem Kessel.
Da wurde im Sommer viel richtig gemacht, hat man im Verband die Lehren gezogen. Und mit Christian Mitter den Jackpot erwischt. Weil er die nötige Ruhe ausstrahlt, aber eine Respektsperson ist. Der scharf in der Argumentation ist, Sachen anspricht, die nicht jeder hören will. Die Position des Sportlichen Leisters ist mit ihm ideal besetzt. Auch, wenn man seine Arbeit erst nach einigen Jahren wirklich beurteilen kann.
Aber es ist auch nicht alles Gold, was glänzt. Bei den Herren betrifft das die Abfahrt und den Slalom, das war zu wenig. In der Abfahrt war es zu befürchten, da ist Vincent Kriechmayr unser Zugpferd. Da ist zu hoffen, dass er unverletzt bleibt – sonst schaut es düster aus. Wiewohl auch andere schon gezeigt haben, dass sie es skifahrerisch draufhätten. Wie im Slalom.
Vorfreude auf den Slalom-Jänner
Dort sind Teilzeiten sehr gut, aber die Zahnradeln greifen noch nicht ineinander. Und der Slalom verzeiht am wenigsten, da gibt es 140 Tore, die ein Stolperstein sein können. Noch dazu ist die Dichte gewaltig – brutal, wie viele Nationen da vorne mitmischen. Hat man da nicht die absolute Überzeugung, ist man nicht dabei. Ich hoffe, unsere Burschen finden eben diese jetzt im Slalom-Jänner. Zuzutrauen ist es ihnen allemal. Neben dem schnellen Fabio Gstrein allen voran Marco Schwarz, der nach seinen Siegen jetzt mit breiter Brust angreift.
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