Arbeitszeitguthaben

Hohe Corona-Belastung in den heimischen Spitälern

Corona ließ 2020 die Arbeitszeitguthaben (Überstunden, unverbrauchte Urlaube) insbesondere in den Landesspitälern kräftig steigen. Darüber legt jetzt Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (ÖVP) anlässlich einer SPÖ-Landtagsanfrage Bilanz – verbunden mit Zahlen über die Covid-Patienten in den Kliniken.

Zuerst zur Patientenbilanz, wie sie das Büro von LH-Vize Haberlander der „Krone“ übermittelt hat: „Im Jahr 2020 wurden in den Kliniken der OÖ Gesundheitsholding insgesamt rund 4.400 an Covid-19 Erkrankte behandelt, davon bedurften rund 550 einer intensivmedizinischen Behandlung. In der sogenannten ersten Welle im Frühjahr wurden rund 200 Covid-19-PatientInnen in den OÖG-Kliniken behandelt. In der zweiten Welle ab Oktober 2020 waren mehr als 22-mal so viele Erkrankte spitalspflichtig. Bei den IntensivpatientInnen stieg die Zahl während der zweiten Welle auf mehr als das 17-Fache an.

Herausfordernde Zeit in der zweiten Welle
Analog zu den allgemeinen Infektionszahlen war die herausforderndste Zeit für die Kliniken und insbesondere für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die zweite Welle – hier vor allem die Monate November und Dezember 2020.“

1.102.189 Stunden Zeitguthaben
Vor diesem Hintergrund kann die Stundenerhöhung 2020 direkt auf die Covid-19-Krise zurückgeführt werden, so das Resümee aus dem Büro. Die Details hat SPÖ-Klubobmann Michael Lindner erfragt, Haberlander breitet sie auf 18 Seiten detailliert aus. Ein Aspekt daraus: Alleine beim Pflegepersonal in den Landeskliniken (einschließlich KUK) stiegen die Urlaubs- und Zeitguthaben von Ende 2019 926.667 Stunden auf 1.102.189 per Jahresende 2020. Darunter sind auch Urlaube, die in Normalzeiten verfallen wären.

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Freitag, 24. September 2021
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