Festwochen Gmunden

Tsunami-Wellen und Raubtiere aus Bronze

Die aktuelle Ausstellung in der Gmundener Galerie 422 nennt sich „Sturm und Tsunami, aber keine Salami“. Zu sehen sind Werke von Herbert Brandl und Christian Eisenberger. Kuratiert wurde die verblüffende Schau von Günther Holler-Schuster aus Graz.

Mit dem etwas ulkigen Titel versucht Günther Holler-Schuster, namhafter Kurator der Neuen Galerie Graz, dem Bergporträt-Maler Brandl und dem Explosions-Maler Eisenberger neue Facetten abzugewinnen. „Eisenbergers monumentale vielteilige Tsunami-Serie leitet sich zwar vom schrecklichen Naturereignis ab“, sagt er. Zugleich spiele sie aber auf einen japanischen Bildklassiker an, nämlich auf Hokusais Welle mit dem Blick auf den Fujiyama. Auffällig bleibt: In Eisenbergers Malerei spielt der Zufall eine wichtige Rolle.

Freeze für Bestien
Herbert Brandl zählt mit seinen großformatigen Bildwelten zu den international erfolgreichsten österreichischen Malern der Gegenwart. In den letzten Jahren beschäftigte er sich aber intensiver mit der Skulptur, mehrere Beispiele sind erstmals in Oberösterreich zu sehen: Bronzene Raubtiere, Mischwesen zwischen Hyänen, Hund und Gorilla, gefährliche Chimären, die auch mal an gotische Wasserspeier erinnern. Oft auch nur „Köpfe aus hybriden animalischen Wesen, die menschliche Züge angenommen haben, manchmal aber auch in ihrer Raserei eingefroren erscheinen“, so der Kurator, dem eine Schau gelang, die Kunstkennern das Herz höher schlagen lässt.

Noch bis Mitte August
Die Präsentation im Rahmen der Salzkammergut Festwochen ist noch bis 14. August geöffnet. Info www.galerie422.at

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Sonntag, 19. September 2021
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