Kündigung droht

Impfpflicht für Gesundheitspersonal in Ungarn

Ausland
30.07.2021 13:06

Eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal herrscht nun auch in Ungarn. Laut Amtsblatt von Donnerstagnacht müssen die Betroffenen die erste Impfung bis spätestens 1. September erhalten, mit Ausnahme jener, die eine Immunisierung aus bescheinigten Gesundheitsgründen nicht erhalten dürfen.

Laut der Regierungsverordnung ist die Impfung für Mitarbeiter, die in der Grundversorgung im Gesundheitswesen tätig sind, obligatorisch. Betroffen sind Spitäler, Ambulanzen, Krankentransport, Alters- und Pflegeheime, Kinderschutzeinrichtungen sowie Gesundheitsversorgung von bewaffneten und Ordnungskräften. Außerdem gilt die Impfpflicht auch für Beschäftigte, die unmittelbar an der Medikamentenversorgung der Bevölkerung teilnehmen.

Jenen Beschäftigten, die der Immunisierung auch nach Aufforderung nicht nachkommen, droht die Kündigung. In dem Falle steht dem Betroffenen weder Kündigungszeit noch eine Abfertigung zu. Ministerpräsident Viktor Orban hatte vor Wochen betont, dass seine Regierung zwar gegen Zwang sei, „aber in einem Bereich machen wir eine Ausnahme, die Impfung wird für Mitarbeiter des Gesundheitswesens obligatorisch sein“.

Ungarns Premier Viktor Orban (Bild: The Associated Press)
Ungarns Premier Viktor Orban

Ähnliche Regeln in Frankreich, Italien und Griechenland
In Frankreich müssen sich alle Mitarbeiter von Krankenhäusern, Alters- oder Pflegeheimen spätestens bis zum 15. September impfen lassen. Auch Griechenland hat eine Impfpflicht für Mitarbeiter in Altersheimen und im Gesundheitsbereich angekündigt. In Italien sind Ärzte und anderes medizinisches Personal bereits seit dem 25. Mai zur Immunisierung verpflichtet.

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