08.05.2021 06:00 |

Mögliches Krebsrisiko

Ärzte warnen vor Farbstoff E171 in Fruchtgummi

In Brüssel ist Wirbel um den Farbstoff Titandioxid - auch als E171 bekannt - ausgebrochen. Die Europäische Lebensmittelbehörde warnt vor dem Zusatz, der in Kaugummis, Zahnpasta und Fruchtgummi enthalten ist - wegen Krebsgefahr.

Wer die Zutatenliste aufmerksam liest, entdeckt Titandioxid in diversen Fruchtgummis, Kaugummis sowie in Mozzarella, Mayonnaise und sogar in Zahnpasta. Während Frankreich den weißen Farbstoff seit Jahren verbietet, essen Millionen EU-Bürger Süßigkeiten oder Backwaren, in denen das schädliche E171 enthalten ist. Damit könnte bald Schluss sein.

Krebsrisiko nicht ausgeschlossen
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, darunter auch Ärzte, untersuchten den Farbstoff nun genauer und konnten beim Verzehr negative Effekte auf Chromosomen feststellen. Die Experten können daher ein Krebsrisiko nicht ausschließen!

Kommission entscheidet über Verbot von E171
Die Wissenschaftler fassten ihre Ergebnisse zusammen und schickten eine Empfehlung an die Kommission der Europäischen Union, E171 zu verbieten. „Unter Berücksichtigung aller verfügbaren wissenschaftlichen Studien und Daten kam das Gremium zu dem Schluss, dass Titandioxid als Lebensmittelzusatzstoff nicht mehr als sicher angesehen werden kann“, so Sachverständige Maged Younes.

Verzicht empfohlen
Für 18. Mai ist dazu eine Sitzung der EU-Kommission mit den Mitgliedsstaaten anberaumt. „Wir gehen davon aus, dass die Verwendung von Titandioxid EU-weit verboten wird und begrüßen die Maßnahme vonseiten der Kommission“, so die Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) gegenüber der „Krone“.

Konsumenten können sich aber jetzt schon schützen und auf Lebensmittel verzichten, in denen die deklarierungspflichtige Zutat E171 enthalten ist.

Katharina Pirker
Katharina Pirker
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