Viele Unsicherheiten

Mit Selbsttest und App auf ein Bier beim Wirt

Die Vorfreude auf die Wiederauferstehung der Gastronomie am 19. Mai ist riesig. Aber kleine Details trüben die großen Erwartungen. Eintrittstests und Gästeregistrierung sorgen für die meisten Fragezeichen. Die „Krone“ erfuhr nun, dass das Land Oberösterreich bereits eine digitale Plattform für die Sebsttests plant.

Gute Küche, kühles Bier und ein Treffen mit Freunden: Ab 19. Mai wird das wieder Wirklichkeit. Doch die Details für den Ablauf in der Praxis ablaufen ist das Ministerium den Wirten bisher schuldig, Verordnungen fehlen. „Wo müssen wir die Eintrittstests kontrollieren?“, stellt Wirtesprecher Thomas Mayr-Stockinger eine von vielen Fragen. „Draußen vor dem Gasthaus, beim Betreten des Lokals oder vor der Konsumation?“ Abstandsregeln zwischen den Tischen sind fix. „Aber darf ich einem Gast, der an der Bar sitzt, etwas zu essen servieren?“, fragt sich Georg Raab vom Löwenkeller in Wels. Auch er wünscht sich bessere Informationen.

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Wir warten dringend auf Verordnungen, die hoffentlich nicht erst kurz vor der Öffnung der Wirte kommen. Wir müssen uns ja vorbereiten!

Thomas Mayr-Stockinger, Wirtesprecher

„Drohen Zettelwirtschaft und Datenschutzprobleme?“, macht sich Mayr-Stockinger über die verpflichtende Gästeregistrierung Sorgen. Die App „My-Visit-Pass“ könnte vieles erleichtern: „Loggt man sich ein, kann man sich über einen QR-Code direkt am Gasthaustisch registrieren. Der Wirt hat keinen Aufwand, und datenschutzrechtlich ist es auch sicher“, sagt Peter Jungreithmair von der Tourismusregion Wels. Die App soll in ganz OÖ ausgerollt werden. Aber auch hier fehlt noch die Verordnung...

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Ich führe gerade die Grundreinigung meines Lokals durch. Der Gast wird sich bei mir mit einer App selbst registrieren können.

Georg Raab, Gastronom in Wels

Testanstieg bei Öffnung
In Oberösterreichs Teststraßen werden 285.000 Tests pro Woche gemacht. „Die Gastroöffnung wird zu einem Anstieg führen“, sagt Gerhard Durstberger vom Land OÖ. „Daher kommen kontrollierte Selbsttests!“ Dabei muss man mehrmals Codes hochladen. Die IT-Plattform dafür ist eine Landeslösung und schon in der Probephase. Am 19. Mai muss sie startklar sein.

Elisabeth Rathenböck
Elisabeth Rathenböck
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Mittwoch, 12. Mai 2021
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