04.05.2021 12:22 |

Bilanz des Vorjahres

Urlaubsreisen 2020 um fast die Hälfte eingebrochen

Die Corona-Pandemie hat die Reisemöglichkeiten der österreichischen Bevölkerung im vergangenen Jahr ausgebremst und auf das Niveau des Jahres 2000 zurückgeworfen. Die Zahl der Urlaubsreisen - dazu zählen auch Verwandten- und Bekanntenbesuche - hat sich 2020 auf rund 12 Millionen fast halbiert. Auslandsurlaube sind um mehr als zwei Drittel zurückgegangen, Inlandsurlaubsreisen um ein Fünftel. Geschäftsreisen sanken um mehr als die Hälfte auf 1,6 Millionen.

Reisen im ersten Corona-Jahr lässt sich in etwa so zusammenfassen: Urlaube fanden hauptsächlich im Inland bei Verwandten oder Bekannten statt. Man reiste mit dem Auto an und blieb kurz, so Daten der Statistik Austria. Jede dritte Urlaubsreise war ein Verwandten- und Bekanntenbesuch, an zweiter bzw. dritter Stelle folgten Aktivurlaub und Erholungsurlaub. Der Anteil von Kultur- und Städteurlauben nahm auf 6,6 Prozent ab.

Inlandsreisen legten zu
2020 gab es ein Viertel weniger Urlaubsreisende im Sommer. Betrug die Reiseintensität in den Sommermonaten Juli, August und September 2019 noch fast 58 Prozent, so lag diese im Vergleichszeitraum 2020 bei nur noch 43 Prozent. Dabei legten Inlandsurlaubsreisen um fast 19 Prozent auf 3,8 Millionen zu, während sich die Anzahl der Urlaubsreisen ins Ausland um 57 Prozent auf 1,6 Millionen mehr als halbierte.

Deutschland, Italien und Kroatien bevorzugte Reiseziele
Die meisten Auslandsurlaubsreisen gingen 2020 - zu 75 Prozent mit dem eigenen Auto - nach Deutschland, in Summe etwa 800.000. Rund 700.000 Urlaubsreisen führten nach Italien und 200.000 nach Kroatien. Hotels und ähnliche Betriebe büßten erheblich Anteile zugunsten der unentgeltlichen Unterkünfte bei Freunden, Verwandten, Bekannten bzw. am Zweitwohnsitz ein. Der Anteil der Urlaubsreisen mit dem Flugzeug ging auf 6,5 Prozent zurück.

Drei Millionen Österreicher reisten gar nicht
Die Zahl der durchgeführten Haupturlaubsreisen mit mindestens vier Nächtigungen fiel auf den Wert des Jahres 1990 zurück und brach um die Hälfte auf 4,9 Millionen ein. In der Corona-Krise waren kürzere Urlaube (mit bis zu drei Nächtigungen) gefragter, hier betrug das Minus aber trotzdem rund 37 Prozent. Rund drei Millionen Personen reisten gar nicht. Als Grund dafür wurde an erster Stelle Sicherheitsbedenken genannt - rund 49 Prozent der Nennungen, 2019 waren es 6,6 Prozent gewesen.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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