01.05.2021 15:55 |

Jugend-EM in Russland

Andreas Hofherr: Ländle-Kletterer mit hohen Zielen

Noch 93 Tage, dann feiert das Sportklettern bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio seine Premiere. Ganz genau hinschauen – wenn sich die Kletter-Elite die Klinke in die Hand gibt – wird dann auch Nachwuchsathlet Andreas Hofherr vom Kletterverband Vorarlberg. „Mein Ziel ist es selbst einmal an Olympia teilzunehmen. Derzeit trainiere ich fünf Tage die Woche – manchmal zweimal am Tag – an der Kletterwand plus zweimal die Woche Ausgleichstraining“, erklärt der 17-jährige Frastanzer selbstbewusst. Ein volles Programm für den Schüler, das er meistens mit seinem älteren Bruder Johannes in der K1 Kletterhalle in Dornbin abspult.

Anstatt in die Halle hieß es für Andreas am vergangenen Donnerstag allerdings „ab in den Flieger“ und „Next stop: Perm“, um bei den European Youth Championships (EYCH, vom 1.-5. Mai) in Russland dabei zu sein. Dort wird er in allen drei Disziplinen der U20-Altersklasse antreten und sich mit den besten Athleten Europas messen. „Mein Ziel ist es in die Top-15 zu kommen, zumindest im Lead und im Bouldern. Das gilt auch für die nächsten Austria- und Europacup- Events “, so Andreas, der vor kurzem beim Europacup in Klagenfurt das erste Mal bei den Männern teilnahm und Platz 45 belegte. Austragungsort der EYCH ist das Sport Center of Shukarev in Perm. Die Stadt ist nicht das erste mal Ausrichter der Jugend Europameisterschaften. Bereits 2017 durfte die Jugend im Lead und Speed dort an den Start gehen. Neu ist jedoch, dass alle drei Disziplinen an einem Stück abgehalten werden.

Wenn ab dem 3. August bei Olympia Sportklettern auf dem Plan steht, wird Andreas vor dem Bildschirm mitfiebern. Ein Idol hat er allerdings nicht. „Es gibt viele coole Kletterer aber jeder hat seinen eigenen Stil“, so der Nachwuchsathlet. Seine Motivation holt er sich unter anderem im Training mit Johannes. „Als kleiner Bruder ist man natürlich zu Anfang immer der Schwächere und will den großen Bruder auch mal irgendwann schlagen. Das pusht dann schon gehörig“, gesteht Andreas. 

Seine Kletter-Leidenschaft hat er allerdings durch den Vater, der ihn und seinen Bruder schon früh mitgenommen hat. „Da hat es gar keine Diskussion gegeben. Als mein Bruder und ich noch kleiner waren haben wir im Sand gespielt während mein Papa mit einem Kollegen geklettert ist. Als wir dann älter waren, sind wir selbst mitgeklettert und dabei geblieben“, erinnert sich der Nachwuchs-Kletterer. 

Tim Reiter
Tim Reiter
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